Coole Tipps gegen die Hitze

4. August 2008, 13:41
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Jede kleine Bewegung ist anstrengend, der Asphalt dampft - Der Wiener Gesundheitsdienst gibt Ratschläge im Umgang mit der Hitze in der Stadt - Hitze-Gesundheitsmonitoring der Stadt Wien

Wien - Jeder Mensch leidet unter der starken Hitze im Sommer, gerade in der Stadt, wo sich die Luftmassen durch Verkehr, Beton und Umwelteinflüsse zusätzlich extrem erwärmen. Hohe Temperaturen können die Gesundheit besonders von betagten, pflegebedürftigen und chronisch kranken Menschen sowie von Kleinkindern belasten.

Allgemeine Empfehlungen

An heißen Tagen gilt es daher, kühlen Kopf zu bewahren. Die Wiener Landessanitätsdirektion gibt Tipps, wie man sich selbst und andere vor der Hitze schützen kann. Unangenehme Folgen einer Überhitzung lassen sich durch rechtzeitige Vorsorge und richtiges Verhalten verhindern:

  • Helle, weite Bekleidung: Menschen in südlichen Ländern sind mit heller und weit geschnittener Kleidung unterwegs.
  • Trinken: Täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter trinken. Als Durstlöscher sind Trink- und Mineralwasser, aber auch ungesüßte Kräuter- und Früchtetees gut geeignet. Mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte liefern zusätzlich wertvolle Vitamine. Mit dem Schweiß abgesonderte Mineralstoffe lassen sich durch Suppen oder Brühe wieder zuführen. Dagegen sollten Alkohol und koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und schwarzer Tee gemieden werden, weil sie dem Körper zusätzlich Wasser entziehen.
  • Wasserreiches Obst und Gemüse: Wer sich zum Trinken überwinden muss, kann sich auch mit wasserreichen Obst- oder Gemüsesorten helfen. Ideal als Snack oder Nascherei zwischendurch eignen sich Melonen, Gurken, Cocktailtomaten, Erdbeeren oder anderen Sorten. Diese enthalten einen relativ hohen Flüssigkeitsanteil und tragen so dazu bei, den Flüssigkeitshaushalt zu regeln.
  • Essen: Bei Hitze belasten fette Speisen zusätzlich den Körper. Obst, Salate und mageres Fleisch passen besser zu heißen Tagen. 
  • Kühlendes Wasser: Schon Pfarrer Kneipp hat es empfohlen - Handgelenke oder Unterarme in kaltes Wasser zu halten. Am besten werden auch der Nacken und die Schläfen mit kaltem Wasser benetzt. Wo es geht, ist eine Fußwanne mit kaltem Wasser eine Wohltat.
  • Kopf kühl halten: Den Kopf mit einer Kopfbedeckung schützen (Kappe, Sonnenhut usw.), denn zu viel Sonne erzeugt Schwindel, Kreislaufprobleme und sogar Übelkeit.
  • Auto schattig parken: Das Auto und die Insassen sollen vor hohen Temperaturen geschützt werden. Im Schatten parken! Vor dem Wegfahren Türen und Fenster öffnen, beim Fahren das Gebläse auf Durchlüftung stellen bzw. die Klimaanlage verwenden.
  • Kinder und Tiere im Auto vor Hitze schützen: Kinder und Tiere im Auto mit einem Sonnenschutz an den Seitenfenstern vor zu großer Hitze bewahren. Besonders geeignet sind Sonnenrollos oder Sonnenschutzfolien an den Fenstern. Bei Hitze im Auto sollten alle Passagiere außerdem regelmäßig trinken - auch dann, wenn dafür der eine oder andere Halt mehr eingelegt werden muss. Nie dürfen Kinder oder Tiere alleine im Wagen zurückgelassen werden - auch nicht bei ganz kurzen Pausen. Der Wagen könnte sich gerade im Sommer binnen kürzester Zeit gefährlich aufheizen.
  • Lüften / Ventilator: Am besten ist es, alle Fenster am Morgen weit öffnen und die kühle Morgenluft in den Raum lassen. Wird es dann wärmer, die Fenster wieder schließen. So bleiben die Räume zumindest eine Weile angenehm kühl. Außerdem hilft ein Sonnenschutz (z.B. Vorhang, Rollo usw.), die Hitze abzuhalten. Wenn keine Klimaanlage vorhanden ist, verrichtet auch ein Ventilator gute Dienste und macht aber die Hitze erträglicher. Allerdings müssen Räume, in denen sich Gaskombithermen oder Gasdurchlauferhitzer befinden ständig großzügig gelüftet werden, weil es bei hohen Außentemperaturen zu Abzugsstörungen der Abgase kommen kann, wodurch Kohlenmonoxidvergiftungen möglich sind.

Hitze-Gesundheitsmonitoring der Stadt Wien

Ziel des Hitze-Gesundheitsmonitoring der Stadt Wien (MA 15) ist es, Auswirkungen von Hitzeperioden (drei aufeinanderfolgende Tage mit über 30Grad Celsius Tageshöchsttemperatur) auf die Gesundheit der Wiener Bevölkerung frühzeitig zu erkennen. Der Beobachtungszeitraum erstreckt sich jeweils über 22 Wochen. Begonnen wurde in der 18. Kalenderwoche mit 28. April 2008 und beendet wird der Survey in der 39. Kalenderwoche mit 28. September 2008. Die Ergebnisse des Monitorings werden jährlichveröffentlicht. (red)

Auskünfte

Service-Telefon 4000/80 15

Montag bis Freitag von 08:00 bis 15:00 Uhr

Links

Im Internet unter MA 15

Hitzemonitoring

  • Oft bleibt dieser Tage nur der Sprung ind kühle Nass
    foto: derstandard.at/schaffer

    Oft bleibt dieser Tage nur der Sprung ind kühle Nass

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