"Romeo et Juliette" kein Quotenbringer

3. August 2008, 20:50
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Bis zu 324.000 Zuseher verfolgten die Neuinszenierung der Gounod-Oper im ORF - Weit entfernt von "La Traviata"-Traumquoten 2005

Einen "Triumph für die Salzburger Festspiele" ortete ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz angesichts der umjubelten Premiere von "Romeo et Juliette". Doch Publikumsliebling Anna Netrebko schien trotzdem zu fehlen, denn an die Traumquoten der "Traviata" von 2005 kam die aktuelle Live-Übertragung bei weitem nicht heran, und auch das "Weiße Rössl" in Mörbisch erreichte heuer annähernd doppelt so viele Fernsehzuschauer: Bis zu 324.000 Zuseher verfolgten am Samstagabend die Neuinszenierung der Gounod-Oper im ORF.

Den ersten Teil der Opernübertragung sahen durchschnittlich 266.000 Personen (14 Prozent nationaler Marktanteil), den zweiten Teil im Durchschnitt 237.000 (18 Prozent nationaler Marktanteil). Zum Vergleich: Bei "La Traviata", der bisher beliebtesten Oper im Fernsehen (mit Netrebko und Rolando Villazon), schalteten durchschnittlich 735.000 Zuseher ein, was dem ORF einen Marktanteil von 25 Prozent bescherte. Auch "Le Nozze di Figaro" im Folgejahr oder "Die Regimentstochter" aus dem Vorjahr erreichten weit höhere Durchschnittswerte. Bisheriger Marktanteil-Rekordhalter bei Musiktheater-Übertragungen ist die Mörbischer Interpretation des Singspiels "Im Weißen Rössl" (37 Prozent bei durchschnittlich 602.000 Zusehern). (APA)

 

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