Brasilien setzt sich für Wiederaufnahme der WTO-Gespräche ein

3. August 2008, 12:00
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Präsident Luiz Inacio Lula da Silva will mit USA, China und Indien darüber reden

Sao Paulo - Nach dem Scheitern der Welthandelsgespräche setzt sich Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva für eine Neuauflage ein. Er werde darüber Gespräche mit den USA, China und Indien führen, sagte Lula am Samstag (Ortszeit) in Sao Paulo nach einem Treffen mit Gewerkschaftern. Mit US-Präsident George W. Bush habe er bereits telefoniert, in der kommenden Woche werde er mit seinem chinesischen Kollegen Hu Jintao und dem indischen Regierungschef Manmohan Singh über Möglichkeiten einer Rückkehr an den Verhandlungstisch sprechen.

Lula optimistisch

Er sei optimistisch, dass die Verhandlungen wieder aufgenommen werden könnten, sagte Lula. Wenn die Differenzen zwischen Indien und den USA beigelegt werden könnten, sei eine Einigung möglich. Die Verhandlungen im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf waren am Dienstag nach neun Tagen gescheitert. Hauptgrund war der US-indische Streit um Schutzmechanismen für Agrarprodukte, die Entwicklungsländer vor billigen Nahrungsimporten schützen sollten. Brasilien ist wegen fehlender bilateraler Handelsvereinbarungen besonders auf ein Welthandelsabkommen angewiesen. (APA)

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