Zwei US-Soldaten der Ermordung eines Gefangenen beschuldigt

2. August 2008, 22:49
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Offiziere müssen sich wegen Mord, Falschaussage und Justizbehinderung verantworten

Bagdad - Die US-Militärjustiz im Irak hat zwei US-Soldaten der Ermordung eines irakischen Gefangenen beschuldigt. Wie die US-Armee am Samstag mitteilte, müssen sich Leutnant Michael Behenna und Unteroffizier Hal Warner wegen mit Vorbedacht ausgeführten Mordes, Falschaussagen und Behinderung der Justiz verantworten. Behenna soll den Gefangenen Ali Mansur Mohammed mit einer Pistole erschossen haben. Die Tat soll im oder nahe dem US-Militärstützpunkt Forward Operating Base Summerall im Zentralirak verübt worden sein.

Die beiden Angeklagten gehören einem Infanteriebataillon an, das in der Nähe der Erdölstadt Bayji in der zentralirakischen Provinz Salaheddin stationiert ist. Mit ihren Falschaussagen sollen sie den Eindruck erweckt haben, der Gefangene sei um den 16. Mai freigelassen worden. Die erste Anhörung für Behenna ist für den 15. August in der Nähe der Stadt Tikrit vorgesehen, der Termin für Warner stand zunächst nicht fest. (APA)

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