Rapid erst im Finish entspannt

2. August 2008, 21:26
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Meister schlägt Aufsteiger Kapfenberg 3:1, die Verunsicherung beim Meister war nicht zu übersehen. Die Entscheidung fiel mit dem 2:0 von Kavlak (69.) eher spät

Wien - Rapid hat mit einem 3:1 (1:0) gegen Aufsteiger Kapfenberger SV zumindest für einen Tag die Tabellenführung in der Bundesliga übernommen. Drei Tage nach dem Debakel auf Zypern versöhnten die seit nun neun Heimpartien ungeschlagenen Grün-Weißen im Samstag-Spiel der 5. Runde ihre Fans gegen die weiter sieglosen Steirer damit zumindest teilweise.

Steffen Hofmann (15.) und Veli Kavlak (69.) jeweils mit Fernschüssen sowie Stefan Maierhofer (72.) stellten den dritten Erfolg in Serie sicher, Stefan Erkinger (92.) gelang Ergebniskosmetik. Kapfenberg bleibt mit zwei Punkten im Tabellenkeller.

Peter Pacult musste weitestgehend auf das Personal vertrauen, das gegen Famagusta unterging - nur der verletzte Hoffer fehlte. Für ihn lief erstmals von Beginn an der Kroate Jelavic ein, der mit Maierhofer das Sturmduo bildete. Bereits in den ersten Spielminuten machten beide Angreifer auf sich aufmerksam, Jelavic (5.) scheiterte nach Hofmann-Pass jedoch an Kapfenberg-Torhüter Eisl, Maierhofer (6.) setzte einen Kopfball über das Gehäuse.

Die Steirer wurden auch dank Rapid-Goalie Koch gefährlich. Der Deutsche verbreitete vor allem bei hohen Bällen alles andere als Sicherheit aus. Ein falsch berechneter Freistoß (10.) klatschte an die Stange, einen Irrflug Kochs nach einem Eckball konnte Taboga nicht nutzen, der einen Kopfball neben das Tor setzte (22.).

Rapid verdankte seine Führung einmal mehr einer Einzelaktion des Kapitäns. Von den Kapfenbergern unbedrängt, traf Steffen Hofmann nach einer Viertelstunde aus rund 20 Metern zur Führung, da Eisl ließ den nicht unhaltbaren Schuss passieren ließ. Der emotionale Torjubel des Regisseurs roch nach Frustbewältigung.

Die nach dem Rückstand zu mehr Offensive gezwungen Steirer, die den verletzten Verteidiger Rauscher nach einem Zusammenstoß nach der Pause ersetzen mussten, boten Rapid im Gegenstoß mehr Räume. Kulovits (51.) wurde im letzten Moment von Osoinik abgedrängt, ein Treffer von Katzer wurde von Schiedsrichter Schörgenhofer wegen einer Abseitsstellung von Maierhofer aberkannt.

Erst ein weiterer Fernschuss sicherte den Sieg für Rapid. Hofmann spielte einen Corner auf den im Raum lauernden Kavlak, dessen Direktabnahme noch unhaltbar für Eisl abgefälscht wurde (69.). Christopher Drazan sorgte bei seinem Bundesliga-Debüt danach für mehr Gefahr als der für ihn ausgetauschte Jelavic. Nach Hofmann-Lochpass spielte der 17-Jährige uneigennützig auf Maierhofer, dessen Exekution aus kurzer Distanz war eine leichte Übung. Nachdem einem weiteren Treffer Maierhofers die Anerkennung versagt worden war, gelang dem eingewechselten Erkinger in der Nachspielzeit das Ehrentor für brav kämpfende Kapfenberger. (APA/red)

SK Rapid Wien - Kapfenberger SV Superfund  3:1 (1:0). Wien, Hanappi-Stadion, 16.400, SR Robert Schörgenhofer.

Torfolge: 1:0 (15.) Hofmann
2:0 (69.) Kavlak
3:0 (72.) Maierhofer
3:1 (92.) Erkinger

Rapid: Koch - Dober (80. Thonhofer), Tokic, Patocka, Katzer (89. H. Eder) - Hofmann, Heikkinen, Kulovits, Kavlak - Jelavic (67. Drazan), Maierhofer

Kapfenberg: Eisl - Taboga, Akoto, Rauscher (46. Schönberger), Osoinik - Lienhart, Liendl (74. Erkinger), Siegl, Felfernig - Kozelsky, Sencar (54. Pejic)

Gelbe Karten: Keine bzw. Sencar, Rauscher

 

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Steffen Hofmann schickt den Ball zur Rapid-Führung auf den Weg.

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