Silber am Hungaroring vorne

2. August 2008, 15:13
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Pole Position für den WM-Führenden Hamilton vor seinem Teamkollegen Kovalainen und dem Ferrai von Massa

Budapest - Der erklärte Favorit ist seiner Rolle am Samstag gerecht geworden. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton nimmt den Formel-1-Grand-Prix von Ungarn am Sonntag (14.00 Uhr/live ORF 1, RTL und Premiere) aus der Pole Position in Angriff. Die erste Startreihe komplettiert Heikki Kovalainen im zweiten McLaren-Mercedes. Die Ferraris von Felipe Massa und Weltmeister Kimi Räikkönen landeten im Qualifying auf den Plätzen drei und sechs.

Hamilton greift damit auf dem Hungaroring nach dem Sieg-Hattrick. Der 23-jährige Engländer hatte zuletzt bereits in Silverstone und in Hockenheim gewonnen. "Ich könnte nicht in einer besseren Position sein, um zu siegen", strahlte Hamilton, der schon am Freitag der Schnellste gewesen war und Kovalainen in 1:20,889 Minuten um 0,241 Sekunden auf Platz zwei verwies. "Ich bin sehr stolz auf das Team. Die Startplätze eins und zwei sind großartig." Zuletzt war McLaren das im September des Vorjahres in Monza gelungen.

Überholen praktisch unmöglich

Das Überholen ist in Ungarn besonders schwierig, Kovalainen könnte daher als Schutzschild für seinen Teamkollegen fungieren. "Ich fühle mich sehr sicher", sagte Hamilton, der die zehnte Pole seiner jungen Formel-1-Karriere einfuhr. Dabei bestreitet der Jungstar am Sonntag erst seinen 28. Grand Prix. "Das Auto ist noch besser geworden", sagte Hamilton. "Wir haben einen großartigen Job gemacht und haben die richtigen Entscheidungen getroffen."

In der WM-Wertung könnte der vierfache Saisonsieger Hamilton seinen Vorsprung weiter ausbauen. Nach 10 von 18 Saisonrennen führt der Vizeweltmeister vier Punkte vor Massa und sieben vor Titelverteidiger Räikkönen. "Wir müssen sehr hart arbeiten, aber wir sind wieder zurück", meinte Massa. Das Auto fühle sich besser an als zuletzt in Hockenheim. Dort hatte der Brasilianer als Dritter immerhin noch einen Podestplatz gerettet.

Massa mit schnellster Zeit

Mit den finalen Runden war Massa zwar "nicht hundertprozentig zufrieden", mit den härteren Reifen hatte er in der zweiten von drei Quali-Phasen allerdings in 1:19,068 Tagesbestzeit erzielt. Hinter ihm fuhr der Pole Robert Kubica vor tausenden Landsleuten im BMW-Sauber auf Platz vier. Sein Teamkollege Nick Heidfeld hatte Pech, weil er im Verkehr stecken blieb und bereits in der ersten Quali-Phase als 16. ausschied. Vor Räikkönen klassierte sich als Fünfter überraschend auch noch Toyota-Pilot Timo Glock.

Bester Red-Bull-Fahrer war erneut der Australier Mark Webber - zum zehnten Mal im elften Qualifying. Lediglich beim Auftakt in Australien war der Schotte David Coulthard vor ihm gelegen. Webber fuhr unmittelbar hinter Doppel-Weltmeister Fernando Alonso im Renault auf Rang acht, Coulthard musste sich mit Startplatz 13 zufriedengeben.

Bourdais strafversetzt

Sebastien Bourdais (Toro Rosso), ursprünglich auf Platz 14 gefahren, wurde wegen Behinderung von Nick Heidfeld von den FIA-Sportkommissären um fünf Ränge nach hinten strafversetzt worden und muss nun von Startposition 19 ins Rennen gehen.  (APA/red))

 

 

 

  • Die Frontpartie des MP4-23
    foto:epa/felix heyder

    Die Frontpartie des MP4-23

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