PKK-Kämpfer erschossen fünf Dorfwächter

2. August 2008, 13:33
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Gefecht in Grenzgebiet zum Irak

Istanbul - Im Südosten der Türkei sind am Samstag fünf bewaffnete Dorfwächter getötet worden. Kämpfer der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hätten in der Provinz Sirnak auf die Männer geschossen, berichteten türkische Nachrichtensender. Das Gefecht ereignete sich in Bestler Dereler, einer Region im Grenzgebiet zum Irak. Mit Luftangriffen auf PKK-Stellungen im Nordirak versucht die türkische Armee zu verhindern, dass PKK-Kämpfer über die Grenze in die Türkei eindringen. Ende Februar hatte die Türkei eine massive Militäroffensive auf irakischem Gebiet gegen kurdische Rebellen gestartet.

Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hatte die PKK am vergangenen Montag indirekt für den jüngsten Terroranschlag in Istanbul mit 17 Toten verantwortlich gemacht. Die Anschläge seien der Preis für die intensivierte Kampagne gegen die PKK, sagte er. Der inhaftierte PKK-Führer Abdullah Öcalan hatte 1999 den bewaffneten Kampf gegen Ankara für beendet erklärt. Öcalan war vom türkischen Geheimdienst aus Kenia entführt und von einem Staatssicherheitsgericht zum Tode verurteilt worden; das Todesurteil wurde nach Abschaffung der Todesstrafe in lebenslange Haft umgewandelt. Mitte 2004 kündigte die PKK den Waffenstillstand jedoch auf. (APA/dpa)

 

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