Viertelfinal-Aus von Paszek

2. August 2008, 10:26
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Weißrussin Asarenka in Montreal für Vorarlbergerin zu stark - Niederlage in zwei Sätzen

Montreal - Der Erfolgslauf von Tamira Paszek, die im Achtelfinale als erste Österreicherin eine Nummer 1 der Tennis-Welt eliminiert hatte, ist am Freitag (Ortszeit) zu Ende gegangen. Die 17-jährige Vorarlbergerin musste sich im Viertelfinale des mit 1,34 Mio. Dollar dotierten Tier-I-Turniers in Montreal der als Nummer 11 gesetzten Weißrussin Victoria Asarenka nach 1:48 Stunden mit 4:6,5:7 geschlagen geben.

Dennoch wird sich Paszek im Ranking um über 20 Plätze von der derzeit noch 94. Position in die Top 70 verbessern. "Natürlich bin ich enttäuscht, aber ich bin mit meiner Leistung nicht unzufrieden", meinte Paszek nach dem ersten Duell mit der 19-jährigen Weltranglisten-16. Asarenka war in Runde zwei auch Sybille Bammer zum Verhängnis geworden und hatte Österreichs Nummer 1 gar nur vier Games überlassen. Paszek hielt das Spiel offener. "Es war eine enge Partie, aber mit dem Turnier bin ich hochzufrieden", sagte "Mimi".

Wie könnte sie das auch nicht sein, denn nach einer Niederlagen-Serie und der Rückkehr zu Coach Larri Passos ist Paszek endlich wieder auf den Erfolgsweg zurückgekehrt und hat mit dem Dreisatz-Sieg über Ana Ivanovic weltweit für Schlagzeilen gesorgt.

Hoffen auf Peking

Sogar die Hoffnung auf eine kurzfristige Nachnominierung für die Olympischen Spiele war Samstagmittag für den Österreichischen Tennisverband noch nicht vom Tisch, am Nachmittag wollte sich ITF-Präsident Francesco Ricci-Bitte in einem Telefonat mit ÖOC-Präsident Leo Wallner persönlich für Paszek stark machen. Dennoch wurden die Chancen, dass Paszek noch ein Peking-Ticket bekommt, eher als gering beurteilt. Paszek flog nun jedenfalls heim nach Österreich und ist noch nicht sicher, ob sie vor den am 25. August beginnenden US Open noch ein Turnier spielt.

Aus internationaler Sicht war freilich die überraschende Viertelfinal-Niederlage von Jelena Jankovic interessanter, denn die Nummer 2 der Welt wird dies vorerst auch noch bleiben. Mit dem 5:7,2:6 gegen die 19-jährige Slowakin Dominika Cibulkova hat Jankovic eine weitere Chance, Ivanovic vom Tennis-Thron zu stürzen, vergeben. Eine Chance, die ihr Paszek mit ihrem Sieg ermöglicht hatte.

"Im Moment verdiene ich diesen Platz nicht", sagte Jankovic. "Ich bin nicht in der besten Verfassung und auf dem höchsten Niveau. Die Nummer eins ist nicht wichtig. Ich möchte gesund bleiben und mich verbessern. Ich will Tennis spielen. Ich denke nicht an die Nummer eins; wenn es passieren wird, wird es passieren." (APA)

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