Lohn der Anstrengung

1. August 2008, 16:50
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Chefs stellen gerne Leute ein, die ihnen ähnlich sind. Wenn sie nicht ganz so gut sind wie der Boss, dann hilft das gelegentlich wahrscheinlich auch...

Gleichzeitig macht die sogenannte Diversity, also die Unterschiedlichkeit von Menschen im Unternehmen nicht nur zu tolerieren, sondern positiv zu nutzen, Fortschritte. Internationalisierung, Fachkräftemangel und immer inhomogenere Zielgruppen treiben das Thema an. Die sexuelle Orientierung ist aber noch Tabuthema.

Diversity prägt Firmenkultur

Was geht denn die Firma, die Führungskraft, überhaupt das private sexuelle Hobby an? Nichts - und sehr viel. Denn ob die Kollegen am Montag ein paar private Sätze über das Wochenende wechseln (können) oder nicht, prägt die Unternehmenskultur. Ob gemobbt wird, wenn das Foto eines gleichgeschlechtlichen Partners auf dem Schreibtisch steht, macht das Klima aus. Letztlich bestimmt es die Attraktivität eines Arbeitgebers, wie viel Raum seine Kultur der Verschiedenheit gibt. Die Komplexität der Umwelt, der Kunden, der Stakeholder, intern abzubilden ist anstrengend. Das gibt viele Reibungspunkte und viel Diskussionsstoff. Der Lohn dafür ist aber gewiss. (DER STANDARD, Printausgabe, Karin Bauer, 2./3.8.2008)

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