Neues Anti-Dopinggesetz

1. August 2008, 15:31
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Sportler werden solange sie "nur" dopen nicht strafrechtlich belangt, den "Hintermännern" drohen Haftstrafen bis zu fünf Jahren

Wien - Eine Woche vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Peking ist am Freitag das neue österreichische Anti-Dopinggesetz in Kraft getreten. Zwar können Sportler, solange sie "nur" dopen, weiterhin nicht strafrechtlich belangt werden, doch die Sanktionen für die sogenannten "Hintermänner" wurden verschärft. In besonders schweren Fällen können Haftstrafen bis zu fünf Jahren verhängt werden.

Auch Blut- und Gendoping sind nun im neuen Gesetz inkludiert. Personen, die Doping bei anderen anwenden bzw. verbotene Substanzen in Verkehr bringen und über eine festgesetzte Menge hinaus besitzen, drohen gerichtliche Verfahren und Gefängnisstrafen. Ferner besteht nun auch eine Rechtsgrundlage, damit die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) die Namen der wegen eines Dopingvergehens gesperrten Sportler veröffentlichen kann.

Der Maximalstrafrahmen von fünf Jahren Haft kann in jenen Fällen ausgeschöpft werden, in denen Dopingsubstanzen an Minderjährige abgegeben, besonders gefährliche Substanzen in Verkehr gebracht worden sind bzw. Gewerbsmäßigkeit oder wiederholte Vergehen vorliegen. Die Liste der verbotenen Wirkstoffe wurde aus dem entsprechenden UNESCO-Übereinkommen übernommen, das weltweite Gültigkeit hat. (APA)

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    Neues Gesetz soll "Hintermänner" der Doping-Szene abschrecken.

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