Schnelles und einfaches Rechnen trainiert das Gehirn am besten

2. August 2008, 10:12
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Medizinerin: Gewohntes auf den Kopf zu stellen sei ein besonders effektives Workout für die grauen Zellen

Frankfurt - Einfache und schnelle Rechen- oder Gedächtnisaufgaben sind ein besseres Training für das Gehirn als intensives Nachdenken oder das Lösen komplexer Probleme. Es komme darauf an, dem Gehirn immer neue Aufgaben zu stellen, erklärt die Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Berliner Universitätsklinik Charité, Isabella Heuser, im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".

Nur Langeweile mag das Gehirn nach ihren Worten nicht. Das sollten sich besonders auch ältere Menschen stets bewusstmachen, die fürchteten, der Alterungsprozess setze ihrem Hirn Grenzen. Gehirnzellen sterben der Professorin zufolge tatsächlich von Geburt an ab, daran lässt sich nichts ändern: "Die einzelne Zelle ist aber nicht so wichtig", sagt Heuser. Die entscheidende Rolle beim Denken spielten die Lücken zwischen ihnen, die sogenannten Synapsen.

"Workout für das Gehirn"

Diese Synapsen verbinden laut Heuser die einzelnen Zellen und sorgen für den Informationstransport zwischen ihnen. Je mehr Nachrichten hin und her rasten, umso leistungsfähiger werde das System, das auch vom Alter nicht außer Kraft gesetzt werde. Gewohntes auf den Kopf stellen sei ein besonders effektives Training für das Gehirn. "Das macht das Denken flexibler, jede neue Erfahrung ist ein Workout für das Gehirn", erklärt Heuser. (APA)

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