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Zur Person
Michael Buchleitner ist 27-facher Österreichischer Meister im Laufsport und dreifacher Olympiateilnehmer. Zuletzt 2004 in Athen.
Der Vater einer Tochter ist heute als Sportmanager und Trainer tätig und bietet Laufseminare, Vorträge und Coachings als Geschäftsführer eines Sportmanagement-unternehmens an.
Soviel gleich vorweg: Der Schlüssel zum individuellen Erfolg liegt in der klaren Definition. "Ein Ziel muss realistisch, aber herausfordernd, messbar und terminisiert sein. Zusätzlich muss die richtige Dosierung von Be- und Entlastungen stimmen." Davon ist Laufexperte Michael Buchleitner überzeugt.
1. Das optimale individuelle Tempo finden
Wenn gleich man keine spezielle Technik erlernen muss, so stellen sich auch beim Laufen erst nach einigen Wochen die erste Erfolgserlebnisse ein. Die meisten Einsteiger laufen zu Beginn tendenziell zu schnell. Laufen Sie langsam, ruhig und versuchen Sie nur so schnell zu laufen, dass Sie noch in zusammenhängenden Sätzen sprechen können. Bei einigen wird das nur durch eine Kombination aus Laufen und Gehen möglich sein.
2. Eigene Ziele definieren
Definieren Sie sich ihr individuelles läuferisches Ziel. Eine Herausforderung, die Sie realistisch auch schaffen können. Das kann eine Gewichtsreduktion sein oder eine Trainingseinheit, wie zum Beispiel: Drei mal in der Woche laufen. "Für viele ist auch ein Wettkampf, ein bevorstehender Marathon eine gute Motivation", weiß Buchleitner.
3. Richtig Atmen - falsch Laufen
Falls Sie nicht wissen, wie Sie richtig atmen, oder ob Sie am Vorfuß oder auf der Ferse laufen sollen, hier die einfache Experten-Antwort auf die Frage ob Ihr Laufstil "richtig" oder "falsch" ist: "Wir müssen nicht alles verwissenschaftlichen und schon gar nicht die ureigenste Fortbewegung des Menschen, das Laufen", so Buchleitner, denn: "Jeder von uns kann schon als kleines Kind richtig laufen, man muss es nur tun."
4. Körpergefühl entwickeln
"Nur was man gerne und mit Freude macht wird lange währen und Erfolg bringen." Michael Buchleitner betont immer wieder, dass Spass die wichtigste Motivation bleibt. "Hören Sie auf Ihren Körper, entwickeln Sie ein Gefühl, was Ihnen gut tut und vergessen Sie nicht auf die Regeneration." Denn zu jeder Belastung gehört auch eine Entlastung. Das gilt für den Profi, wie für den Hobbyläufer.
5. Gruppendynamik nutzen
Erfahrungsgemäß fällt das Laufen in der Gruppe vielen leichter. Schauen Sie sich bei Kollegen, Freunden und Bekannten nach Gesinnungsgenossen um, die mit Ihnen gemeinsame Laufen gehen. Wichtig ist es jedoch, dass alle die Mitmachen annähernd das gleiche Leistungsniveau haben.
6. Laufen alleine ist zu wenig
Dehnen, allgemeine Kräftigung der Rumpf- und Beinmuskulatur und Übungen zur Förderung der Koordination und Laufschulung sollten Bestandteil Ihres Trainingsprogramms werden, denn Laufen alleine ist zuwenig.
7. In die Ausrüstung investieren
Der richtige Schuh ist die Basis für ein gutes Laufgefühl, ist er doch das "optimales Trainingsgerät". "Ein speziell auf Ihren Fuss abgestimmtes Laufschuhmodell ist unabdingbare Voraussetzung für ein regelmäßiges Training", so Buchleitner. Erkundigen Sie sich nach einer fachgemäßen Betreuung in Ihrer Umgebung.
Überdenken Sie auch die Investition in eine Pulsuhr und eine Leistungsdiagnostik. Dabei bekommen Sie exakte Informationen über Ihren aktuellen Leistungszustand und Ihre effektiven Trainingsbereiche.
8. Die gesunde Ernährung
"Sie müssen auf nichts verzichten", betont Michael Buchleitner, "am besten ist eine ausgewogene Ernährung, das heißt eine abwechslungsreiche Mischkost." In der Praxis heißt das: Wenig Fett, wenig Alkohol, ein hoher Anteil an Kohlenhydraten, Gemüse und Obst (viel Buntes), mindestens ein Mal wöchentlich Fisch und mageres Fleisch und Milchprodukte. "Gegen ein Glas Wein oder Bier ist aber nichts einzuwenden."
Direkt nach dem Laufen gilt es den Flüssigkeitsverlust rasch und hochwertig auszugleichen. Hier gibt es eine Vielzahl von Elektrolyt- und Kohlenhydratgetränken am Markt. Eine Banane oder ein Energieriegel direkt nach dem Laufen sind empfehlenswert.
9. Was bei Schmerzen zu bedenken ist
Prinzipiell ist bei Schwierigkeiten oder Schmerzen selten die Lauftechnik das Problem, denn jedes Kind läuft und tut das automatisch richtig. Probleme mit dem Bewegungsapparat oder dem Herz-Kreislaufsystem, Übergewicht oder andere gesundheitliche Beschwerden sind eher die Ursache. Daher macht es Sinn vor der Laufkarriere einen medizinischen Check durchzuführen.
10. Die richtige Ausdauersportart
Manchmal ist es besser mit einer anderen Ausdauersport, wie Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen zu beginnen - Bewegung sollten jedenfalls ein fixer Bestandteil in unserer Lebensplanung darstellen.
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ich weiss schon, dass die Ernährung immer wieder sehr stark von Moden abhängig ist und das das LowCarb-Gebrabel momentan sehr in ist.
Der Tipp mit den Kohlehydratschwerpunkt (so les ich das zumindest) ist aber für die Majorität der Hobby-Läufer, die zumeist auch noch aufs Gewicht schauen wollen, kein guter.
Ausgewogen erscheint mir richtig und hinzuzufügen, nicht zu viel.
Wenn ich lese, wie sich die 5.000km-Challenge-Heroes nach ihren Läufen die Biere und - ganz arg - Apfelsäfte (mehr können Sie für ihre Kalorienzufuhr nicht tun) reinhauen, wäre es - rein von der Kalorienbilanz - besser gewesen nicht zu laufen und danach nicht zu trinken.
"Laufen Sie langsam, ruhig und versuchen Sie nur so schnell zu laufen, dass Sie noch in zusammenhängenden Sätzen sprechen können." -
Danke, jetzt weiß ich, wessen Ratschlägen ich die Horden an quasselnden Läuferinnen zu verdanken habe.
Läufer (es sind fast immer -innen), die sich während des Laufs die ganze Lebensgeschichte erzählen, nehmen auf meiner persönlichen Aversionsliste den zweiten Platz ein.
Der erste Platz gehört unangefochten denen, die sich auf den Laufstrecken langsamen Schrittes, mit weit nach links und rechts ausgestreckten Armen und ausgerüstet mit Schistöcken fortbewegen: Nordic Walking nennt man das neuerdings.
Als mein Knie noch mehr km zuließ, lief ich die meisten davon mit einem guten Freund. Speziell bei langen langsamen Einheiten (3 h) vorm Marathon gehen sich viele G'schichten und G'schichterln aus, für die man sonst die gleiche Zeit in wesentlich ungesunderer Athmosphäre (Theke o.ä.) investiert ;-)
(Und je besser man wird, desto schneller kann man auch redend laufen)
meine knieschmerzen sind durch die umstellung meines laufstiles (richtung ballenlaufen wie auf allen kürzeren distanzen üblich) verschwunden. mensch kann sich auch etwas falsch anlernen, "natürlich" funktioniert nicht unbedingt.
was mir auch sehr geholfen hat war laufen unter professioneller anleitung, da lernt mensch viel dazu, absolute empfehlung.
alles gute für die knie.
... ist DER neue Lauftrend dieses Sommers. Für Anfänger empfiehlt es sich, zuerst auf den Zehen davonzuschleichen. Später kommt mir der Routine auch das Tempo. Erfahrene Zehenrunner berichten auf der Webseite www.machdichaufdiesohlen.de/zehenrunning.
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