"Monarchisten Österreichs" wollen antreten

Schwarz-Gelbe Allianz für Reinstallation eines Monarchen mit "starkem Vetorecht" - Noch auf der Suche nach einem bundesweiten Spitzenkandidaten

Wien - Die "Monarchisten Österreichs" streben eine Kandidatur bei den bevorstehenden Nationalratswahlen an. Das erklärte deren Obmann Manfred Körner zusammen mit Vizeobmann Alexander Simec und dem niederösterreichischen Spitzenkandidaten Tibor Pasztory am Freitag auf einer Pressekonferenz. Deren Verein, die"Schwarz-Gelbe Allianz" formierte sich im Jahr 2004 und tritt für die Reinstallation eines Monarchen mit "starkem Veto-Recht" bei gleichzeitiger Beibehaltung des Parlamentarismus bzw einer gewählten Regierung ein.

Hürde Unterstützungserklärungen

Ob die Gruppierung die notwendigen 2.600 Unterstützungserklärungen für einen bundesweite Antritt zusammenbringt, ist freilich mehr als fraglich. Die derzeitigen Mitgliederzahlen wollten die Vereins-Vertreter erst gar nicht nennen. Es handle sich um eine dreistellige Zahl, hieß es dazu nur. Trotzdem sprachen die Obleute von einem "frappanten Echo" in der Bevölkerung, täglich würden sich neue Interessenten ihrer Bewegung anschließen, beteuerten sie. Einen Wahlkampf werde es nicht geben, meinte Simec. Auch nach einem bundesweiten Spitzenkandidaten suchen die Monarchisten noch. Unterstützungen sammeln will man jedenfalls über die Vereins-Homepage.

Zwar sei man sich bewusst, dass die Wiedereinführung einer Monarchie derzeit unrealistisch sei, meinte Pasztory. So verwies er auf die dazu notwendige Verfassungsänderung mit Unterstützung einer Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament. Ziel sei es aber, "aufzurütteln" und die Demokratie "zu fördern". So müsse etwa der Klubzwang im Parlament abgeschafft, der Bundesrat aufgewertet und das "freie Spiel der parlamentarischen Kräfte zugelassen" werden, wie Pasztory betonte. Den Bundespräsidenten will man - wohl vorläufig - in seinem Amt lassen.

Wiedereinführung eines monarchistischen Systems

Langfristig strebt der Verein nämlich sehr wohl die Wiedereinführung eines monarchistischen Systems an, wie Simec erläuterte. Umgesetzt werden könnte dies "nach einem 100-jährigen republikanischen Interregnum" im Jahr 2018. Namen eines möglichen neuen Monarchen wollte man bei der Pressekonferenz nicht nennen. Diese Frage stelle sich derzeit nicht, wich Simec aus. Letztendlich soll darüber die Bevölkerung in einer Volksabstimmung entscheiden, hieß es. (APA)

Share if you care