"Lafontaine ist einfaches Mitglied"

19. Februar 2003, 18:59
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SPD-Generalsekretär blockt Kritik ab

Berlin - SPD-Generalsekretär Olaf Scholz hat im Gespräch mit Auslandskorrespondenten bekräftigt, dass die rot-grüne Regierung trotz Kritik von SPD-Linken "voll auf Reformen setzen" wird. "Dass wir das schnell tun", sei die Lehre aus den verlorenen Landtagswahlen in Niedersachsen und Hessen. Auf die Frage des STANDARD, welche Rolle künftig Exparteichef Oskar Lafontaine spielen solle, sagte Scholz: "Lafontaine ist ein Feuilletonist, der durch die SPD bekannt geworden ist. Er ist einfaches Parteimitglied." Scholz sieht nun die Opposition, die Reformen im Bundesrat mit ihrer Mehrheit blockieren kann, in der Pflicht. "Es wird nur eine Gesundheitsreform geben, wenn sich Regierung und Opposition einig sind. Wenn sie das nicht tun, wird es keine Reform geben." CDU/CSU müssten auch Finanzvorschläge einbringen. (afs/DER STANDARD, Printausgabe, 20.2.2003)

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