Kroatien für Investor kein Paradies

19. Februar 2003, 18:49
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Salzburger Hotelier bekämpft Enteignung durch Minderheiteneigner

Salzburg - Berichte des heimischen Handelsdelegierten in Kroatien, wonach das Land ein Paradies für österreichische Investoren sei, scheinen zumindest stark übertrieben: Der Salzburger Hotelier Wilfried Holleis kämpft derzeit gegen eine Quasi-Enteignung der von ihm aufgebauten Hotelinsel Katarina in Rovinj.

Holleis, der u. a. das Grand Hotel in Zell am See betreibt, hat 1999 50,1 Prozent des fast zur Ruine verkommenen Schlosshotels übernommen und durch Investition in Millionenhöhe und touristisches Know-how in ein Viersternehotel verwandelt. Vertraglich vereinbart war, dass Holleis die restlichen 49,9 Prozent Ende 2003 um 2,2 Mio. Euro übernehmen musste.

Liquidation

Im März 2001 erwarb jedoch die Tabakfabrik Rovinj (TDR) den Minderheitenanteil und stellte Antrag auf Liquidation des inzwischen profitablen Betriebs; nach nur halbjährigem Verfahren gab ein örtlicher Richter dem Antrag statt. Skurillerweise wurde jedoch dem Vertrag entsprechend Holleis selbst mit der Liquidation beauftragt.

Holleis versucht jetzt, die Liquidation bis Jahresende hinauszuzögern, damit der Vertrag - Übernahme des Minderheitenanteils - erfüllt werden kann. (spu, DER STANDARD, Printausgabe 20.2.2003)

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