Deutscher Presserat rügt Berichterstattung über Joschka Fischers Ehe

19. Februar 2003, 16:12
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"Neue Revue" habe gebotene Zurückhaltung bei der Berichterstattung über das Privatleben von Menschen verletzt

Der Deutsche Presserat hat die Illustrierte "Neue Revue" wegen ihrer Berichterstattung über angebliche Eheprobleme des deutschen Außenministers Joschka Fischer gerügt. Der Presserat betonte am Mittwoch, der Artikel der Illustrierten habe die gebotene Zurückhaltung bei der Berichterstattung über das Privatleben von Menschen verletzt. In dem Artikel hatte die Zeitung versucht, anhand von Fotos zu belegen, dass die Ehe des Außenministers nicht zu retten sei.

Rüge auch für "Abendzeitung" und die "Heilbronner Stimme"

Gerügt wurde außerdem die Münchner "Abendzeitung", da sie über eine Anzeige wegen Ladendiebstahls gegen einen bayerischen Schauspieler auf der ersten Seite mit vollen Namen und Foto berichtet hatte. Dies war nach Einschätzung des Presserates angesichts der Geringfügigkeit des Deliktes unverhältnismäßig. Die "Heilbronner Stimme" wurde gerügt, weil sie bei einem Foto, das bei einer Gedenkstunde zu einem Antikriegstag entstanden war, das Kürzel einer Partei aus dem Transparent einer Demonstrantengruppe herausretuschiert hatte, ohne die Manipulation kenntlich zu machen. (APA/AP)

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