Wien investiert in den Leitungstausch

19. Februar 2003, 15:22
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Bis 2007 sollen 1.700 alte Blei-Hauszuleitungen erneuert werden - Häuser vor 1918 besonders gefährdet

Wien - Spätestens bis zum Jahr 2007 sollen alle alten Blei-Hauszuleitungen in der Bundeshauptstadt ausgetauscht sein. Pro Jahr würden dafür 4,4 Mio. Euro eingesetzt und 1.700 Hausanschlüsse von den Wasserwerken getauscht, so Kossina am Rande einer Pressekonferenz.

Insgesamt investiere die Stadt jährlich 140 Mio. Euro in die Wasserversorgung. Für die Leitungen in den Häusern selbst sei die Kommune allerdings nicht zuständig. Hier seien die Hausbesitzer gefordert, die Gemeinde könne dabei keinen Druck ausüben. Immerhin gebe es im Rahmen von Althaussanierungsprogrammen aber entsprechende Fördermittel für den Leitungstausch.

Häuser vor 1918 besonders gefährdet

Nach Ansicht Kossinas sind - vor allem in der Vergangenheit - Luftschadstoffe der Hauptverursacher von im Körper nachgewiesen Bleikonzentrationen gewesen. Erst dahinter komme die Belastung durch das Trinkwasser. Wichtig sei die Information der Menschen: In Häusern, die vor 1918 errichtet wurden, bestehe eine "gewisse Gefahr". Diese könne dadurch gebannt werden, dass man das Wasser vor der Entnahme einige Zeit rinnen lasse.(APA)

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