Pressekonferenz ohne Neuigkeiten

19. Februar 2003, 15:17
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Knapp drei Wochen nach dem Absturz haben die Ermittler noch keine neuen Erkenntnisse zur Unglücksursache

Cape Canaveral - Knapp drei Wochen nach dem Absturz der US-Raumfähre "Columbia" haben die Ermittler noch keine neuen Erkenntnisse zur Unglücksursache. Auf einer Pressekonferenz erklärten Mitglieder der Untersuchungskommission am Mittwoch in Cape Canaveral, sie seien nicht sicher, dass während des Starts tatsächlich ein Stück des Isolierschaums abgebrochen sei. Es könne auch Eis oder ein Teil eines weitaus schwereren Isoliermaterials gewesen sein.

Die Kommission hofft, dass in Texas Tropfen geschmolzenen Aluminiums gefunden werden. Diese könnten Hinweise darauf liefern, wie schnell die Aluminium-Hülle der Raumfähre zu schmelzen begann, als beim Wiedereintritt in die Atmosphäre heiße Gase in das Shuttle gelangten. Auch die Tür des Fahrwerks soll genau untersucht werden. Außerdem interessiert die Kommission, ob die Raumfähre während ihrer 16-tägigen Mission auf umherfliegenden Weltraumschrott traf.

Allmähliches Abbröckeln

Die Ermittler erklärten, die "Columbia" habe bereits über Kalifornien Teile verloren. Diese seien jedoch wahrscheinlich so klein gewesen, dass sie vor dem Aufprall auf die Erde verglüht seien. Die Kommission will während ihrer ersten öffentlichen Anhörung in der kommenden Woche, wahrscheinlich am 27. Februar, auch Experten befragen, die nicht der Weltraumbehörde NASA angehören.

Seit die Kommission vor zwei Wochen ihre Arbeit aufnahm, hat die NASA nur eine Theorie zur Unglücksursache veröffentlicht. Danach gelangten die heißen Gase durch die linke Tragfläche in das Raumschiff.(APA/AP)

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