Probleme bei Williams-BMW

21. Februar 2003, 17:06
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Motorenchef Theissen über den neuen Boliden: "Es sind Effekte aufgetreten, die wir auf Anhieb nicht verstehen"

Stuttgart - BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen hat zweieinhalb Wochen vor dem Formel 1-Saisonstart Probleme mit dem neuen Williams-BMW eingeräumt. Der FW 25 sei eine komplette Neuentwicklung. "Dabei sind nun Effekte aufgetreten, die wir auf Anhieb nicht verstehen", räumte der Kollege des Tirolers Gerhard Berger in einem Interview mit den "Stuttgarter Nachrichten" ein. "Wir müssen jetzt prüfen, warum das Auto nicht schnell ist."

Vermessene Ziele

Bei Testfahrten blieben Ralf Schumacher (GER) und Juan-Pablo Montoya (COL) bisher hinter den hoch gesteckten Erwartungen zurück. Der britisch-bayerische Rennstall will aber auf jeden Fall mit dem neuen Wagen zum ersten Grand Prix am 9. März in Melbourne antreten. Auch an der Zielsetzung, bis 2004 den WM-Titel zu holen, hat sich laut Theissen nichts geändert. Er räumte ein, dass dies "derzeit in der Tat etwas vermessen" klinge.

Zukunft offen

Weiterhin offen ist die Zukunft des Automobilkonzerns in der Formel 1. Der Vertrag mit Williams endet nach der nächsten Saison. Theissen sagte, das Unternehmen befinde sich noch in der Bewertungsphase: "Alles ist möglich: von einem eigenen Team bis hin zum Ausstieg aus der Formel 1." Die zunehmende Verlagerung der GP-Rennen nach Asien bezeichnete der BMW-Mann als positiv. "Die Formel 1 war doch bisher eher eine Europameisterschaft mit sechs Rennen in Übersee." (APA/dpa)

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