LIF verrät seinen Spitzenkandidaten noch nicht

23. Juli 2008, 13:55

Der Name steht, soll aber erst am Freitag bekannt gegeben werden

Wien  - Das Liberale Forum hat einen Spitzenkandidaten für die Nationalratswahlen gefunden, dessen Namen will man allerdings noch nicht bekanntgeben. Das erklärte eine Sprecherin der Liberalen auf Anfrage der APA am Mittwoch. Demnach stehen sowohl das Wahlprogramm als auch die Kandidatenliste fest, der Öffentlichkeit soll die Entscheidung aber am Freitag auf einer Pressekonferenz präsentiert werden.

Dementsprechend hält man sich beim LIF weiterhin äußerst bedeckt zu den möglichen Kandidaten. Ex-Kurzzeit-Parteichef Christian Köck dürfte aus dem Spiel sein, die LIF-Sprecherin wollte dies aber nicht bestätigen: "Wir können derzeit auch Köck noch nicht ausschließen". Auch ein Antreten des Bauunternehmers Hans Peter Haselsteiner gilt mittlerweile als unwahrscheinlich. Als mögliche Spitzenkandidatin gehandelt wird auch LIF-Gründerin Heide Schmidt. Alle Genannten hatten sich zu einer möglichen Kandidatur bisher nicht geäußert. (APA)

 

 

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Chancen hat das LIF nur, wenn

Schmidt, Haselsteiner, Gastinger und Köck gemeinsam auf einer Liste antreten. Diese 4 könnten bereits ein großes politisches Spektrum (Wirtschaft, Außen- und Innenpolitik, Gesundheit, Justiz) abdecken und sind zudem alle "ministrabel". Das wäre eine Kompetenzbombe im Vergleich mit dem BZÖ zB.

Nun macht 'mal alle einen Punkt!

Es geht für DIE rein ums 'Reinkommen. Dazu braucht es reine Publicity - alles Andere ist piepschnurzegal. Und die Publicity ist dabei für den notwendigen Fangerfolg bei den in Frage kommenden Querwählern der anzusteuernden Zielgruppe zwischen den senkrechten Strichen der Mathematik zu sehen: Gut oder Böse spielt bei den Meldungen über das BZÖ keinerlei Rolle, es geht lediglich um den Betrag bzw. den absoluten Wert des verursachten Aufsehens - oder besser des Winds, der gemacht wird!
Und in weniger als 24 Stunden wissen wir's ...

jedes mal das gleiche....



LIF: Partei sucht Gesicht (29.5.2006)
http://diepresse.com/home/poli... ern.portal


Ungeklärte Personalfragen (11.9.2002)
http://diepresse.com/home/poli... ern.portal


Zach wird wohl bis 2030 Parteichef bleiben und noch immer nach "Köpfen" suchen...


p.s. leidet hat derstandard kein kostenloses archiv!

Von den Chancen her:

-Mit Schmidt und Haselsteiner hätte man welche.
-Mit Köck siehts schlecht aus, soo bekannt ist er dann auch wieder nicht.
-Mit Gastinger und einem halbwegs guten Team hätte man eventuell auch Chancen die 4%-Hürde zu überspringen
-Mit Resetarits wären die Chancen äußerst gering.

Sehe ich ähnlich:

Bin sogar geneigt, mir ernsthaft zu überlegen diesmal (taktisch) LIF zu wählen. Unserem Parlamentsdilemma entgeht man nur, wenn mehrere Parteien im Parlament vertreten sind.
Allerdings muss ich zugeben, manche der Spitzenkandidaten würden mich veranlassen, wieder das geringste Übel zu wählen, schwarzblauorange zu verhindern.

da bin ich aber gespannt, da bin ich aber gespannt

und hüpf dabei von einem Bein aufs andere im Kreis und wackel ungedultig mit dem Kopf...

Oder issas mir doch blunzegal?

Vielleicht die Gastinger, hätte guten Bekanntheitsgrad, liberal, kommt gut an.

seh ich ganz konträr

Köck würd´s intellektuell derheben - und wär auch Garant dafür, dass man nicht ständig nur im Wählerresevoir der Grünen fischt, denn genau daran ist das LiF gescheitert. Schmidt dagegen hat die richtige thematische Mischung nie hingekriegt - und war auch zu sehr mit der alten FPÖ verquickt. Diese Geschichte muss vorbei sein.

Sehen Sie allen Ernstes bei einem Wahlkampf ...

... in Österreich noch eine intellektuelle Anforderung?
Oder wollen Sie sich im Ernst so heruntermachen, dass Sie selbst das nicht mindestens ebensogut schaffen würden wie der Westenthaler? Seien Sie einfach nur froh, dass Sie als "Nicht-Ministrabler" zwar einen der vom "Great Networking Success" abgeschiedeneren, aber dafür weitaus aufrechteren Plätze im Leben gefunden haben ...

schmidt wäre sehr gut, haselsteiner o.k., köck eine katastrophe.

@sully
seh ich auch so. Sollte Schmidt und/oder Haselsteiner antreten, weiß ich endlich, wer meine Stimme kriegt :-)

also so weit wäre es bei mir noch lange nicht. schätze, daß meine endgültige wahlentscheidung im unterschied zu 2002 und 2006, wo sie schon wochen/monate vorher feststand, dieses mal erst gegen ende des wahlkampfs fallen wird. selbst wenn die von mir überaus geschätzte heide schmidt als spitzenkandidatin antreten sollte. aber das lif wäre dann immerhin eine mögliche alternative.

schmidt wäre ein hit und die einzige chance wieder einzuziehen, in 2 monaten kann man keinen anderen kandidaten aufbauen. köck ist ein sehr intelligenter und kluger kopf der seinerzeit die richtigen worte zum gesundheitswesen fand, verstehe daher deine kritik nicht!

grad köcks radikal-neoliberale ansichten zur gesundheitspolitik sind für mich der grund, weshalb ich ihn sicher nicht wählen würde. der herr würde eher in eine grasser-partei reinpassen.

Haben Sie dazu Material?

Mein Bild von Haselsteiner und Schmidt halte ich für leidlich korrekt, aber das von Köck ist sehr unscharf. Gibt es Links zu Informationen über ihn?

ließe sich per suchmaschinen sicher finden, ich hab halt einiges aus der köck-zeit eher in meinem kopf gespeichert...

ich schätze deine beiträge normalerweise, aber diese "neo-liberale" keulenschwingen hast du echt nicht nötig, erinnert mich immer an bullshit bingo wenn leute dieses wort gebrauchen.

er hat damals sehr vernünftige vorschläge präsentiert die in anderen ländern bereits greifen, von anderen politikern hab ich noch keine lösungen gehört und das gesundheitssystem geht den bach hinunter..

abgesehen davon,

daß ich der meinung bin, daß nicht die nr-wahl 1999, sondern erst der rechtsruck unter köck die ursache dafür war, daß das lif in der bedeutungslosigkeit verschwunden ist.

hier geht es um die grundsatzfrage,

ob bei der gesundheit primär die patientInnen oder die wirtschaftlichkeit im vordergrund stehen sollten. und in dieser frage mag ich "linkere" positionen vertreten als sonst meistens, aber hier geht es um ein fundamentales menschliches grundrecht. da möchte ich keine zustände haben, wo gesundheitsversorgung von der brieftasche abhängt. wenn einsparungen, dann in der verwaltung oder bei medikamenten (stichwort generika). aber sonst, wenn zu wenig da ist, dann bitte nicht sparen, sondern mehr geld einnehmen! da bin ich zu sehr auf einem humanistischen standpunkt, um köcks ideen was abgewinnen zu können.

wer sagt dass die leistung von der gelbörse abhängt!? dafür ist köck nie eingetreten, es ging nur darum kosten zu reduzieren wo es unwirtschaftliche mechanismen gibt und das kommt am ende des tages allen zu gute. wozu der status quo füht sehen wir ja..

wie gesagt:

verwaltung ja, medikamente ja. aber andere einsparungen halte ich für entweder unsozial oder sogar gefährlich. und vor allem bin ich ein gegner der "versicherungspflicht" samt privaten krankenversicherungen. die sicherstellung der gesundheitsversorgung FÜR ALLE gehört für mich zu den kernaufgaben des staates.

Wie wärs denn mal wieder mitm Jesionek oder mit der Resetarits?

War die Resetarits nicht eh im Gespräch?

ja, als kandidatin,

aber nicht als SPITZENkandidatin, so viel ich weiß.

Bei dieser Wahl nicht wirklich, vor der letzten schon.

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