Mann in Frankreich vergaß dreijährige Tochter im Auto: Kind tot

Bereits der zweite Fall innerhalb einer Woche

Chalon-sur-Saone - In Frankreich ist eine Dreijährige gestorben, weil ihr Vater sie den ganzen Tag in seinem in der prallen Sonne parkenden Auto vergessen hatte. Der Mann habe das Mädchen am Nachmittag tot in dem Auto gefunden, teilte die Justiz am Dienstagabend mit. Der Vater hatte sein Auto demnach Dienstag früh in Saint-Marcel im Verwaltungsbezirk Saone-et-Loire geparkt. Er habe das Mädchen eigentlich bei der Tagesmutter absetzen sollen. "Aus unerklärlichen Gründen" sei er jedoch zur Arbeit gegangen und habe sein dreijähriges Kind im Auto gelassen. "Er hat es im Auto vergessen."

Normalerweise gehe der Mann zum Mittagessen nach Hause. Am Dienstag jedoch sei er nicht heimgegangen und erst gegen 15.30 oder 16.00 Uhr zu seinem Auto zurückgekehrt. "Der Vater hat nicht einmal gemerkt, dass das Kind hinten im Auto gestorben war, er hat es erst zu Hause gemerkt." Der Vater zweier Kleinkinder sei "psychisch sehr niedergeschlagen" und habe in ein Krankenhaus eingewiesen werden müssen.

Bereits am Dienstag der vergangenen Woche hatte sich ebenfalls in Frankreich ein ähnlicher Fall ereignet. Ein zweijähriger Bub war in Südfrankreich in einem in der prallen Sonne abgestellten Auto gestorben. Wie der Radiosender "France Info" berichtete, hatte der Vater, ein 38 Jahre alter Apotheker, seinen einzigen Sohn nach eigenen Angaben in dem Wagen in der Gemeinde Pont de Cheruy vergessen. Passanten entdeckten das reglose Kleinkind und verständigten die Rettungskräfte. Die Hilfe kam jedoch zu spät. (APA/AFP)

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