1993

12. August 2008, 16:03
posten

Going nowhere fast - Als Anna Steininger 1993 "Going nowhere fast" produzierte, beschäftigten uns noch die Nachbilder opulenter Video-Opern und globaler Fernsehprojekte

Im Gegensatz zu deren oftmals elegisch romantischen Ästhetiken bringt Steininger
allerdings die radikale Künstlichkeit des Zeit-Mediums Video auf den Punkt: ein alles verschlingender, atemberaubender Streifzug, der sich das gesamte Sichtbare einzuverleiben und seiner Logik zu unterwerfen scheint.

Ein wahrliches elektronisches Pandämonium, ein Video als Ratsaal medialer Dämonen, deren Urteil lange in den digitalen visuellen Gefilden nachhallte.

Reinhard Braun, steirischer herbst

Share if you care.