Linus Torvalds würde Microsoft-Angebot nicht prinzipiell ablehnen

20. Juli 2008, 14:09
  • Der Erfinder und seine Kreation: Linus Torvalds (rechts) und Tux, das Linux-Maskottchen
    foto: archiv

    Der Erfinder und seine Kreation: Linus Torvalds (rechts) und Tux, das Linux-Maskottchen

Kann sich aber nicht vorstellen, dass man ihm Interessantes zu bieten hätte - Linux-"Erfinder" in aktuellem Interview: Es wäre "traurig" wenn Linux nicht obsolet wird

Nie um starke Aussagen verlegen zeigte sich in der Vergangenheit Linus Torvalds, "Erfinder" des freien Betriebssystems Linux. In einem aktuellen Interview mit simple-talk zeigt er sich allerdings vornehmlich von seiner etwas nachdenklicheren Seite und offenbart dabei auch einen Blick für das "große Ganze".

Ablöse

So würde er es selbst als "traurig" empfinden, wenn Linux nicht früher oder später einmal obsolet werden würde, immerhin ändere sich ja auch das technische Universum rund herum stetig, wodurch auch irgendwann mal ganz andere Anforderungen entstehen würden. Für die nahe Zukunft erwartet er solch umfangreiche Änderungen allerdings noch nicht, Software und Hardware hätten ein beeindruckendes Beharrungsvermögen, oft dauere es Jahrzehnte bis es hier zu grundlegenden Änderungen an der Art und Weise, wie man konkrete Problem lösen will, komme.

Microsoft

Zur Konkurrenz befragt, besteht Torvalds darauf, dass er keiner dieser "Microsoft-Hasser" sei, also wolle er auch nicht vollständig ausschließen jemals für das Unternehmen zu arbeiten. Allerdings könne er sich derzeit beim besten Willen nicht vorstellen, was ihm Microsoft zu bieten habe, Geld sei für ihn nicht so wichtig im Vergleich zu anderen Dingen.

Stärken

Die oftmals von außen als Zersplitterung wahrgenommene Vielzahl von Distributionen und Softwarevarianten sieht Torvalds als einen der entscheidenden Vorteile des freien Betriebssystems. Denn diese fördere den Wettbewerb der Ideen - und bringe so alle gemeinsam vorwärts. Es sei ihm lieber regelmäßig "angeregte" Diskussionen zu führen, als eine farblose Landschaft mit einem einzigen Hersteller zu haben.

Fedora

Er selbst setzt übrigens Fedora 9 auf seinem Rechner ein. Über die Jahre habe er immer wieder unterschiedliche Distributionen eingesetzt, irgendwann sei er dann mal wegen des guten PowerPC-Supports bei Fedora gelandet. Prinzipiell sei ihm aber ohnehin nicht so wichtig, welche Distribution er einsetzt, so lange sie halbwegs aktuell gehalten wird. Denn das Set an Programmen, das er verwendet sei relativ klein, und wirklich wichtig sei ihm ohnehin nur der Kernel. (apo)

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Es gib kaum was politischeres als freie Software, egal ob man das so sehen will, oder nicht.

"egal ob man das so sehen will, oder nicht." *lol* Alleine schon dafür gebührt dir ein rotes Stricherl. Sei bestraft!

Au! Ich werde politisch verfolgt!

haha

Absolut deiner Meinung.

Er ist ein Pragmatiker, und genau das ist es, was ich ihm so hoch anrechne. Was habe ich von einem ,,politisch korrekten'' Programm, welches nicht funktioniert? Ihm ist es wichtiger, dass die Werkeln laufen, und das ist bei Computersystemen immer das Um und Auf.

was nutzt ihnen ein programm das zwar laeauft aber an dem keiner weiter entwickelt.
ohne die freie software ideologie waer gnu.linux nicht das was es jetzt ist

Das tut jedes andere System genauso gut. Da hätt er sich den Kernel, mit Verlaub, sparen können.

jeah

fedora, aber fuer einsteiger find ich ubuntu besser. wenn man sich aber mit fedora beschaeftigt, na dann gibts keine bessere. :D

Fedora am Desktop, Ubuntu am Netbook - so sieht mein Plan aus :D

PCLinuxOS ist auch gut für Anfänger, trau ich mir mal zu behaupten.

die distri ist mir weniger wichtig

ich mag aber auf jeden fall apt-get viel lieber als das yum zeugs ...

naja und zu ubuntu hats halt schon am meisten repositories - find ich.

lustig

mir ist das yum zeugs lieber :D

n00b Linus sucht eben Herausforderungen :o)

gentoo > all! (n/t)

Wozu? Gentoo erledigt hinter den Kulissen doch so viel extra Arbeit die dem Anwender nicht transparent erscheint. Da lernt man mit einem LFS mehr ...

Oder mit anderen Worten - es ist in 95% der Fälle nur etwas für "fortgeschrittene" Anwender.

Lediglich die Gentoo Wikis sind hervorragend, aber Archlinux und Ubuntu sind auch sehr sehr gut. In einiger Zeit wage ich zu behaupten das Ubuntu das bessere Wiki haben wird.

Und meine Erfahrung war, das die Gentoo Anwender oft arrogant sind bzw "rüberkommen".
Mein Lieblingsargument aus der Ecke ist ja nach wie vor "if you do not like to compile, Gentoo is not for you" ...

Dieses Gefühl hatte ich bei Ubuntu oder Archlinux nie.

Gut, aber wozu verwendet man Gentoo, wenn man die Pakete nicht selbst kompilieren will? Das einzig andere erfreuliche an Gentoo ist die Flexibilität/Konfigurierbarkeit, aber die gibt's bei einigen anderen Linuxen auch.

Nicht dass ich die Leute ausschließen will, sollen sie verwenden, was sie wollen. Aber ich frag mich manchmal im Gentoo-Forum echt, wozu sich das jemand antut, der offensichtlich nicht fortgeschritten ist und nach Jahren und hunderten Postings noch immer extrem dumme Fragen stellt. Es ginge doch viel einfacher.

Das auf jeden Fall. Vor allem wenn man von Python 2.4 auf 2.5 updatet und Stunden damit verbringt, den python-updater rennen zu lassen, wobei natürlich jedes 3. ebuild nicht kompiliert werden kann. Das ganze wiederholt man noch für den 2. und 3. Gentoo-Rechner im Haushalt, weil man Gentoo eben so liebt. ;)

lol....

100%iges ACK...das geilste daran war, das ich zuerst dachte xulrunner-1.9.0.1 wäre kaputt, dann die java installation bis ich draufgekommen bin das es das blöde python update war... hahaha, was habe ich gelacht...und dann konnte der python-updater nicht installieren weil gleich das erste ebuild von nem ewig alten overlay war das ich natürlich schon gelöscht hatte...hehehehe

nene, gentoo > all!! ;)

/me lässt mal schnell den python-updater laufen und schaut dabei ganz unverfänglich, würde ja selber nieeeee so doofe Probleme mit xulrunner haben ;)

Mein letztes kaputes ebuild ist sicher schon zwei Monate her und bei den großen Paketen gibts eh nicht so oft neue Versionen.

Was mich aber wirklich stört ist dass es kein binäres OpenOffice Paket für amd64 gibt. Das selbst zu kompilieren ist wirklich sinnlos ;)

Da muss ich aber mal dezidiert widersprechen, die Source-basierte Version hat eine ganze Reihe zusätzlicher Features gegenüber den Upstream-Binaries, siehe:

http://go-oo.org/discover/

Sinnlos? Um die Fishermen's Friend-Werbung zu paraphrasieren: Dauert's zu lang, ist der Rechner zu schwach. ;)

# genlop -t openoffice | tail -n 2
merge time: 50 minutes and 53 seconds.

... ist doch vertretbar, oder?

hast du jetzt extra um es mir zu zeigen openoffice neu kompiliert? Ist ja nett ;)

Bei mir ist das ein overnight update (knapp über 4 Stunden). Hab Gentoo auf einen Laptop installiert...
Es sind ja nur ein paar ebuilds welche wirklich lange kompilieren, und für diese muss ich noch ein binäres Repository finden.Portage kann es ja.

Gentoo ist für mich die beste Distri, noch nie schwerwiegende Probleme gehabt. Naja, einmal hat ein update einen fehlerhaften gcc kompiliert und "emerge --depclean" hat anschließen die alte Version gelöscht.
Das währe dann eh schon fast dass schlimmste was passieren kann, war aber schnell gefixt und nach ein paar modifikationen hab ich es so konfiguriert dass depclean immer ein gcc als fall-back in Ruhe lässt.

Probier es mal mit WANT_MP="true" zu kompilieren, das aktiviert den Support für Parallel-Builds, sollte ein ganzes Eck flotter gehen...

wo ist da der unterschied zu make -j5 (z. b.)?

aah so. dann werde ich das wohl öfters einsetzen, jetzt wo ich einen 4core hab ;)
thx

Bin mir nicht sicher, worauf du dich jetzt genau beziehst, Gentoo-spezifisch oder allgemein. Bei Gentoo ist es jedenfalls so, dass der ebuild den compile auf -j1 zwingt, da der Parallel-Build in der Vergangenheit dazu geneigt hat nicht zu funktionieren ;)

Dass das beim OOo anscheinend ignoriert wird, sonst wäre der Unterscheid mit WANT_MP nicht zu erklären. Am besten suka fragen. ;)

Soweit ich weiß bringt dass nur was wenn man einen Prozessor mit mehreren Kernen hat !?

Vielleicht werd ich mich mal an distcc Versuchen. Oder meinen Stand-PC als Compilier Server einrichten.

Habe aber zur Zeit besseres zu tun ;)

Das war der Geheimtipp. ;)

Ich hab auch erst vor ein paar Monaten blöd geschaut im Gentoo-Forum als einer mit einem gleich schnell getakteten Quad Core ca. 3 mal so schnell war wie mein C2D. Exponentiell skalieren tun die Dinger ja doch nicht.

achso, genlop, jetzt bemerk ich es erst.
Kannte ich vorher noch nicht ;)

das ist ja voll

unwirtschaftlich, mit der zeit und der energie weiss ich echt besseres anzufangen. der gute alte compile server hat schon seine daseins berechtigung.

Ja, stimmt schon. Aber da könnte man ja gleich eine binäre Distri verwenden.

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