Oppositionsgruppen gründen Partei: "Kuba braucht Wiedergeburt"

20. Juli 2008, 19:44

Bis zu 400 Parteimitglieder und "Tausende von Freiwillige"

Havanna - Drei kubanische Oppositionsgruppen haben sich am Samstag in Havanna zusammengeschlossen und eine sozialdemokratische Partei gegründet. Wie einer ihrer Gründer, der Dissident Manuel Cuesta Morua, bei der Veranstaltung in der Altstadt von Havanna sagte, vereinigt die neue Partei sozialdemokratische, christliche und liberale Inhalte, die mit sozialistischen Werten im Einklang stehen. Die drei Gruppen sind bisher Teil der Dissidentenkoalition "Arco Progresista" (AP).

Neue Etappe Kubas

"Kuba braucht und verdient den Wiederaufbau als Land und eine Wiedergeburt als Nation", sagte Cuesta Morua bei der Eröffnung der Veranstaltung, zu der rund 50 Oppositionelle erschienen waren. Der neuen Partei schließen sich laut Angaben von Leonardo Calvo, der ebenfalls der Leitung angehört, auch sozialdemokratische Kräfte aus dem Exil an. "Wir wollen in eine neue Etappe Kubas eintreten", sagte Calvo.

Die Veranstaltung und die dort anwesenden 50 Personen vertreten nach eigenen Angaben insgesamt bis zu 400 Parteimitglieder und "Tausende von Freiwilligen". Die Tagung sollte am Sonntag beendet werden. Über Reaktionen der kubanischen Regierung, die bisher jede politische Äußerung der Opposition unterdrückt hatte, wurde zunächst nicht berichtet. (APA/dpa)

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noch nie...

...waren mir Sozialdemokraten so sympathisch wie in diesem Fall.

"Kuba braucht Wiedergeburt"

Verstehe. Wiedergeburt: So wie vor 1959.

Das wissen auch die Kubaner, was sie erwartet, wenn diese Handlanger der USA sich durchsetzen.
Die wissen, was passiert, wenn wieder die Handlanger der USA an der Macht sind.

Hätte nix dagegen, wenn es in Kuba mal so was ..

. wie Demokratie, freie Meinungsäusserung, Presse- oder Reisefreiheit geben würde. Wird langsam Zeit.

Eine Sozialdemokratie im Soz. hat es bisher noch nicht gegeben und wie sich diese verhalten wird, wissen wir nicht. Wer glaubt die Öffnungspolitik sei kontrollierbar, der irrt. Langsam offenbaren sich scheinbar die wahren Kräfteverhältnisse im Land. Jetzt wird die Revolution beweisen müssen, ob Sie verteidigt werden kann oder ob die Reformen schon zu spät kommen. Zu lang sind die Ziele und Ideale der Revolution nur verwaltet worden, dabei waren einige nicht erlebbar. Auch die teilweise selbst gemachten Probleme in der Landwirtschaft schaffen einen enormen Druck auf die Regierung. Es werden sich mit Sicherheit auch noch andere Parteien gründen. Und andere haben sicher schon einen Schreck bekommen.

sozialdemokraten sind auf wühlarbeit spezialisiert und bereiten den boden für die reichen vor.

Schon blöd

wenn die Menschen in Ländern in denen freie Wahlen stattfinden, sich so partout nicht zu der von Ihnen favorisierten Diktatur durchringen wollen.

Ist es nicht irrelevant,

welchen Namen die Diktatur trägt, die wir wählen dürfen ?
Schließlich moderieren Bundespräsident, Kanzler, Regierung und Parlamentarier nur ihre Machtlosigkeit, Entscheidungen treffen einzig und allein die Großkapitalhalter. Wenn denen einfallen sollte, dass ab morgen nur noch Fahrradfahrer ihre Jobs behalten, haben wir ab 4h früh Radfahrerstaus an den Zubringerrouten Wiens.
Na, was solls, Rad fahren ist gesund.

In Cuba dürfen sie aber solche Kommentare nicht schreiben.

in Österreich schon. Denken sie mal darüber nach bevor sie so einen Schwachsinn schreiben

Warum sollte man diese auf Cuba nicht schreiben können?Gehen sie doch einfach einmal in :cubadebatte.cu -da können sie sich auch mit Castro streiten.

Würden solche Kommentare was ändern,

stünden sie unter Strafe.
Was Ihr Schwachsinn nicht merkt ist, dass bei uns nur die Methoden subtiler sind, das Ergebnis in puncto Nicht-Demokratie aber letztendlich gleich ist. Die Vertreter, die Sie und ich wählen, sind nicht nur nicht Willens, sondern gar nicht in der Lage dazu, unsere Interessen zu vertreten.
Deshalb - und nur deshalb - ist es uns erlaubt, solche Kommentare zu schreiben.
Naja, nichts für Ungut, jedem sein Schwachsinn :-)

Dann gründen Sie doch eine Partei

die sich gegen die bestimmenden Interessen stellt und lassen sich wählen. An Zulauf und Zustimmung sollte es Ihnen nicht fehlen dürfen, wenn Ihre Analyse zutrifft.

Dann versuchen es doch einfach mal.Geld steht genug zur Verfügung,aber leider will keiner mitmachen.Bei ihrem Talent wäre aber eine Umstimmung der 11 Millionen Cubaner möglich.

Wir werden ja sehen was passiert, wenn Kubaner mal von ihrem Lohn leben können, wieviele nicht mehr von ihrer Reise zurückkommen, die sind gut ausgebildet.

Sie glauben also, dass keiner an der Opposition interessiert ist?

Deshalb ist der Kapitalismus auch eine plutokratische Oligarchie.

Ja, streitet ja niemand ab,

nur, warum ereifern sich manche so sehr darüber, dass andere dieses System ablehnen und nach anderen Wegen suchen.
Es gibt offenbar jede Menge Leute, die ein Embargo gegen einen im internationalen Machtvergleich harmlosen Staat wie Kuba goutieren. Warum ? Nur weil die sich entschieden haben, anders wirtschaften zu wollen als wir bzw. unser großes und langfristig auf Grund übermäßigen Ressourcenverbrauches eher uneffizientes Vorbild USA ? Nehmen wir mal an, an deren Versuch sei alles falsch, was m. E. definitiv nicht der Fall ist, würde das ein Embargo rechtfertigen ?

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Ich hoffe Sie richtig verstanden zu haben, es ist wohl tatsächlich so, dass es in der Kuba-Problematik primär um die lang ersehnte Unabhängigkeit geht, die ja ein sehr harter Kampf war. Kuba entzieht sich dem neoliberalen Marktdiktat und ist Motor eines Anderssein, denn auch LA lenkt ein. Soweit zum Konsens, schön ist, dass auch Honduras der ALBA beitreten will, es ist strategisch ein sehr wichtiges Land. Wer nun am Dollar vorbei Handelsbeziehungen aufbaut darf nicht mit Wohlwollen aus den USA rechnen.

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Wenn diese Länder eigene Märkte (vor allem ALBA, Mercosur) und eigene Banken (Bank d. Südens) aufbauen, haben die reichen kap. Länder schlechtere Bedingungen und können anderen Ländern ihre Vorstellungen von Handel nicht einfach aufzwingen. (Weltbank, IWF, Freihandelsabkommen, WTO) So gehen viele Jobs verloren und man den Menschen doch den American way of life versprochen. Die Weltwirtschaft ist klar hierarchisch aufgebaut und die EU-Staaten hängen alle an der US-Kandarre, Deutschland würde gern mit Kuba Handel treiben, nur Bayern und Mecklenburg-Vorpommern scheren aus. Und sicher kämpft ein System gegen ein anderes und wenn sich der Kap. so sicher wäre zu gewinnen,

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... warum betreibt dieser dann Blockaden oder treibt die SU in den Rüstungswettlauf?

Gerade heute werden Umweltbelange immer wichtiger, die der weltweite Kap. ignoriert, deshalb ist er auch ins Hintertreffen geraten, wenn es den weltweiten Soz. noch geben würde. Die Blockade stellt für Kuba die Machtfrage, Marktdiktat oder planmäßige Entwicklung? Bei den vielen Krediten, die Kuba gewährt werden, beschleicht mich leider der Gedanke, dass Kuba pleite ist. Weil es Nickel und Öl hat, das leider immer noch nicht gefördert wird, geht es weiter. Und die Preise f. Lebensmittel und Energie werden auch für Kuba unerträglicher, so wird aber auch der Tourismus abnehmen. Tja, das Finale erleben wir noch.

@space.sie sollten bei all ihrem Wissen doch bemerkt haben das Cuba imerhin einen Drittel des verbrauchten Oels selber fördert.Pleite kann Cuba ausserdem nicht sein,die Auslandsverschuldung ist sehr gering,glaube bei 27 Millarden Dollar,ihre Kredite werden pünktlich bedient.Kredite sicherlich die nicht von der Weltbank kommen,daher Laufzeiten besitzen bis zu 25 Jahren zu einem Zins von 1% oder Kredite,siehe China,die nur eine Laufzeit haben,ohne Zinsen.Der Tourismus wird ,meine ich,leider nicht abnehmen.Schon heute komisch gegenüber der Dom.Rep.Das dies nicht passiert machen die Canadier schon möglich-und mehr Torismus will auch keiner.Aber da sie unten schon nicht geantwortet haben,welches Finale wollen sie erleben?

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Wir können uns gern sachlich unterhalten.

Wenn das Außenhandelsdefizit bei 7 Mrd. Dollar liegt, kann man dann von einen solventen Unternehmen sprechen? Ich habe leider keine umfangreichen Bilanzen dazu.
Exporte: 3,7 Mrd. Dollar
Importe: 10 Mrd. Dollar
BIP: 51 Mrd. Dollar
Quelle: Standard

Kuba liefert seit 1994 eigenes Erdöl und -gas, und sicherlich nicht 1/3, sondern kann fast die Hälfte des Bedarfes selbst abdecken. Jährliche Produktion liegt bei 3,9 Millionen Barrel.

Fundorte:
- nördlicher Teil des kubanischen Meerbeckens, 4,6 – 9,3 Mrd. Barrel
- Festland
- Golf von Mexico

nehmen sie die Zahlen Cubas,wenn sie diesen Vertrauen,vergleichen sie unsere Zahlen.Ausserdem haben sie Pleite Cuba unter ihrem Punkt 3 geschrieben,aber wie ihnen schon geschrieben,einfach Cuba erleben und seine Menschen.

Sie könnten sich die Mühe machen und die Zahlen mal veröffentlichen, habe ich ja auch gemacht. Ich denke die junge Welt wird schon die richtigen Zahlen haben, oder wer soll die verändert haben.

"Bei den vielen Krediten, die Kuba gewährt werden, beschleicht mich leider der Gedanke, dass Kuba pleite ist."

->"Mich beschleicht der Gedanke" ... ist eine nicht beweisbare Vermutung.
->Sonst hätte ich geschrieben... Kuba ist pleite. Ist eine Feststellung oder eine Meinung. Habe ich aber N i c h t geschrieben!

Wie erklären Sie das Handelsdefizit?

Ihre Begründung der unzuverlassigen Russen ist ebenso ideologisch. Die SU ist zerfallen ... http://de.rian.ru/analysis/... 62761.html

Haben sie bitte auch einmal nur an die Einnahmen gedacht?Wäre schön das nicht zu vergessen.Aber,sie sind gebildet,geben sie bitte einmal Mühe.Und wie ich ihnen gestern schon geschrieben habe,wenn auch nicht frei geschaltet,siehe Jorge Mato,seine Postings werden gar nicht mehr freigeschaltet,obwohl er nur antworten möchte.Siehe Jorge sein Brief an die Redaktion unter Haiti.Also,bischen Durcheinander,aber ich kenne ihrLand woher sie kommen,durfte dort in den Kindergarten gehen,fand ihn toll,aber meine deutsche -DDR-Mutter ist dann mit meinem Vater,ihrem Mann,ende 1990 nach Cuba gegangen.

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Kuba verfügt über 12 eigene Förderanlagen.

Auslandsverschuldung:
14 Mrd. Dollar, früherer Stand 2006 (?), der nicht bestätigt werden kann. Und sicher nicht bei der Weltbank.

136 Millionen Bäume sind von Kubanern gepflanzt worden, das entspricht 25% der Insel.

Das Finale ist ein extra Thema. Und wo habe ich geschrieben, dass Kuba pleite ist? Kubas Versicherung ist das Öl.

Wenn Sie also genaueres Wissen, dann bitte ...

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