PC-Markt soll 2003 wieder deutlich zulegen

19. Februar 2003, 12:00
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Leichter Anstieg im ersten Quartal - Irak-Krieg als großer Unsicherheitsfaktor

2003 könnte das Jahr der Erholung für den internationalen PC-Markt werden. Laut einer aktuellen Studie von Gartner Dataquest sollen in diesem Jahr um 7,9 Prozent mehr PCs ausgeliefert werden als im Vorjahr. Der größte Unsicherrheitsfaktor bleibe ein möglicher Krieg gegen den Irak. Schon im ersten Quartal 2003 wurden 33,2 Millionen PCs verkauft, was im Vergleich zum ersten Quartal 2002 einem Wachstum von 4,8 Prozent entspricht. Gartner ortet vor allem in den USA einen ersten Trend in Richtung Erneuerung alter Computer. Bisher wurde die Anschaffung von neuen System immer wieder hinausgezögert.

Erwartungen

Insgesamt sollen 2003 rund 138,7 Millionen PCs ausgeliefert werden. "Die Entscheidung Krieg gegen den Irak oder nicht wird in diesem Jahr die Schlüsselrolle spielen, ob eine Erholung der Wirtschaft und somit auch eine Erholung des PC-Marktes eintreten wird", so Gartner Analyst George Shiffler. Ein weiterer Punkt, unter dem die PC-Industrie derzeit leidet, ist das Fehlen einer neuen "Killerapplikation", die einen Erneuerungsprozess in Gang bringen könnte. "Trotz einiger neuer Technologien glauben wir nicht, dass dieses ausreichen, genügend Leute zu animieren, sich einen neuen PC zuzulegen", meinte Gartner-Analystin Kiyomi Yamada. User würden in der derzeitigen Situation eher auf den Preis achten und die gute Performance neuer PCs übersteige in vielen Fällen die ihre Bedürfnisse, vornehmlich E-Mail, Websurfen und Textverarbeitung.

Sharing

Im Business-Bereich herrsche derzeit die Praxis vor, dass PCs eher gemeinsam verwendet oder nachgerüstet werden. Durch die vielen Entlassungen in jüngster Vergangenheit würden viele PCs innerhalb der Unternehmen einfach an neue Mitarbeiter weitergegeben, anstatt sie mit neuen Geräten zu versorgen. Trotzdem gehen viel alte PCs ihrem Lebensende entgegen, so Yamada. Der starke Anstieg von PC-Auslieferungen im vierten Quartal 2002 in den USA könnte ein Trendwende markieren. "Mit der Kriegsangst im Hintergrund wird die wirtschaftliche Erholung in die zweite Jahreshälfte verschoben. Der große Wiederbeschaffungszyklus im Unternehmensbereich wird im vierten Quartal dieses Jahres einsetzen", zeigt sich Shiffler zuversichtlich. (pte)

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