USA: Flugverkehr kommt nur langsam wieder in Gang

19. Februar 2003, 21:55
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53 Tote bei Wintersturm an der Ostküste - In Boston fielen allein in der Nacht 70 Zentimeter Schnee

Boston - Der heftige Wintersturm im Nordosten der USA hat bereits 53 Menschen das Leben gekostet. Auch am Mittwoch blieben trotz nachlassenden Schneefalls viele Schulen geschlossen. Das Unwetter zog mittlerweile weiter zum Atlantischen Ozean.

In den betroffenen Staaten von West Virginia bis Connecticut begannen die Aufräumarbeiten. Wegen der starken Schneefälle war der Straßen- und Luftverkehr im Nordosten drei Tage lang lahm gelegt. Zeitweise waren über 250.000 Haushalte ohne Strom.

Am Wochenende erwarten Meteorologen Überschwemmungen auf Grund von Regenfällen und Schneeschmelze. Schon am Dienstag traten einige Flüsse über die Ufer.

Zu den Opfern des Unwetters zählen auch vier Kinder in Maryland, die in einem zugeschneiten Fahrzeug an einer Abgasvergiftung starben. In Tennessee wurde unterdessen die Leiche einer Siebenjährigen gefunden, die in einem Auto gesessen hatte, das weggeschwemmt wurde. Ihr zwölfjähriger Bruder wurde am Mittwoch noch vermisst. Der letzte Sturm dieses Ausmaßes im Jahre 1996 hatte 80 Menschenleben gefordert.

Der Flugverkehr kam nur langsam wieder in Gang, in Florida warteten Tausende von Urlaubern auf einen Rückflug in Richtung Norden. Die Staaten Ohio, New York, Kentucky, New Jersey, West Virginia, Maryland und Delaware hatten am Montag den Notstand ausgerufen.

Am schlimmsten war die Lage in West Virginia und in Maryland, wo der Schnee 1,25 Meter hoch lag. (APA)

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    New York versinkt wieder einmal im Schnee

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