US-Quotenhit: Der Bauarbeiter als Millionär

19. Februar 2003, 12:40
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"Joe Millionaire" brachte Fox-TV einen Zuseher-Rekord

Als historischer Quotenhit ist nun die Reality-Show "Joe Millionaire" in den USA zu Ende gegangen. Gewinner war der TV-Sender Fox, der 40 Millionen Zuschauer für das Montagabend ausgestrahlte Finale vor die Bildschirme brachte. Der Sender erzielte damit in seiner 17-jährigen Geschichte einen neuen Zuseher-Rekord für sein Unterhaltungs-Programm. Lediglich bei der Superbowl, dem American Football-Finale, saßen heuer mehr Amerikaner vor dem Fernseher.

Geständnis

Gespannt verfolgten 40 Millionen Amerikaner, wie der angebliche 50-Millionen-Dollar-Erbe Evan Marriott seiner aus 20 Bewerberinnen Auserwählten vor laufender Kamera gestand, dass er in Wirklichkeit kein Multimillionär, sondern Bauarbeiter mit 19.000 Dollar Jahreseinkommen ist. Die 29-jährige Lehrerin Zora Andrich zeigte sich von dem Betrug unbeeindruckt, sagte trotzdem "Ja" und das Paar wurde daraufhin von Fox mit einem Überraschungs-Scheck über eine Million Dollar belohnt. Die Zuschauer hatten von Anfang an von Joes "falschen Millionen" gewusst.

Rekord-Quote

Fox erzielte eine Rekord-Quote mit der seit Anfang Jänner ausgestrahlten achtteiligen Serie, bei der die beiden "Hauptdarsteller" letztlich je 500.000 Dollar brutto erhielten. Für jede Folge haben sie somit 62.500 Dollar eingestreift. Geradezu ein Schnäppchen für TV-Sender, die etwa Schauspieler in beliebten Serien wie "Friends" nicht unter einer Million Dollar pro Folge zahlen müssen.

Unterhosen-Model

Der 28-jährige Marriott hatte bereits gewisse Darsteller-Erfahrung, wie während der Ausstrahlung der Serie bekannt wurde. Er hatte als Model für Unterhosen dazuverdient. Beim Finale übertrumpfte "Joe Millionaire" sogar den Pop-Star Michael Jackson, auf den die Konkurrenz-TV-Sender ABC und NBC mit Specials gesetzt hatten. (APA)

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