London - Eine Schnelle Eingreiftruppe der britischen Luftwaffe ist am Mittwoch in die Golfregion aufgebrochen. Zu der rund 1.000 Mann starken 16. Luftlandebrigade gehören Fallschirmjäger, Infanterie und Nachschubabteilungen. Sie verstärken die bereits 40.000 in der Golfregion stationierten britischen Soldaten. Unterdessen haben Kampfflugzeuge der USA und Großbritanniens in der Golfregion nach offiziellen Angaben erneut Ziele im Südirak angegriffen.

Angriffe in der Flugverbotszone

Wie das zuständige Central Command der US-Armee am späten Dienstag mitteilte, feuerten Kampfflugzeuge Lenkwaffen auf ein mobiles Radar der irakischen Luftabwehr und ein mobiles Raketensystem in der südlichen Flugverbotszone. Die Ziele nahe Rutbah, rund 400 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Bagdad, seien angegriffen worden, nachdem die Anlagen in die südliche Flugverbotszone verlegt worden seien. In der Region sei erst am Montag ein Frühwarnsystem der irakischen Luftabwehr angegriffen worden.

Angriffe in den letzten Monaten verstärkt

Die USA und Großbritannien haben in den vergangenen Monaten ihre Angriffe auf irakische Ziele in zwei Zonen im Norden und Süden des Irak verstärkt, in denen sie ein Flugverbot für irakische Maschinen verhängt haben. Sie hatten die Zonen nach dem Golfkrieg 1991 mit dem Argument eingerichtet, damit die kurdische Opposition im Norden und die schiitische im Süden schützen zu wollen. Die USA und Großbritannien haben zehntausende Soldaten in die Golfregion entsandt. Sie drohen dem Irak mit Krieg, sollte das Land nicht die Abrüstungsforderungen der UNO erfüllen.

Ein Viertel des britischen Heers in der Golfregion

Großbritannien hat mittlerweile ein Viertel seines Heers und den größten Marine-Kampfverband seit 20 Jahren in der Konfrontation mit dem Irak um Rüstungsinspektionen in der Golfregion in Stellung gebracht. Die USA haben inzwischen rund 150.000 Soldaten und mehrere Flugzeugträger in der Region stationiert.(APA/AP/Reuters)