Brau Union: Silchester raus, Fidelity rein

19. Februar 2003, 12:20
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US-Fondsriese ist neuer zweitgrößter Aktionär des heimischen Bierkonzerns

Wien - Der US-Fondsriese Fidelity International Limited, Boston, hält nun 5,21 Prozent der Stimmrechte an der börsenotierten Brau Union AG. Dies wurde am Mittwoch im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" bekannt gemacht. Damit ist Fidelity, der größte Asset-Manager der Welt, zweitgrößter Aktionär der Brau Union nach der Konzernmuttergesellschaft BBAG (63 Prozent).

Partnersuche

In der Brau Union AG (Umsatz 2002: 1 Milliarde Euro, 22 Brauereien in Österreich und Osteuropa) ist das Biergeschäft der börsenotierten Brau Beteiligungs AG (BBAG) zusammengefasst. Die BBAG-Gruppe will wie berichtet mit einem internationalen Bierkonzern zusammengehen, seit kurzem laufen Gespräche dazu. Auch ein mehrheitlicher Verkauf des größten Getränkekonzerns Österreichs wird nicht ausgeschlossen. Entscheidungen werden für das 2. Halbjahr 2003 erwartet.

Silchester-Rückzug

Zuletzt hatte zu Jahresbeginn 2003 ein anderer institutioneller Großaktionär, das britische Investmenthaus Silchester, seine Anteile an der Brau Union AG auf weniger als 5 Prozent zurück gefahren. Im Vorjahr waren die Briten noch mit mehr als 10 Prozent beteiligt gewesen. Im Firmenbuch scheint Silchester International Investors Ltd, London, jetzt noch mit 4,95 Prozent auf.

Am Mittwochmittag notierte die Brau Union AG in Wien mit 66,50 Euro, 0,7 Prozent schwächer, BBAG legte im bisherigen Sitzungsverlauf um 1,8 Prozent auf 77,40 Euro zu. (APA)

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