Fleischer: "Wie am 6. Juni ´44 ist es unmöglich zu sagen, was die Zukunft bringt"

19. Februar 2003, 07:56
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"Irak hat viele Rohstoffe für Wiederaufbau"

Washington - Nach vorläufigen Planungen des Weißen Hauses sollen die Iraker den Wiederaufbau ihres Landes nach einem Krieg zu einem beträchtlichen Teil selbst finanzieren. Die Bewohner Iraks könnten "viel von der Last der Wiederaufbaus selbst schultern", sagte der Sprecher von US-Präsident George W. Bush, Ari Fleischer, am Dienstag in Washington. "Irak ist ein ziemlich reiches Land. Es hat Rohstoffe, die dem irakischen Volk gehören."

Dies unterscheide Irak von Afghanistan. Nach einem Sturz der jetzigen Regierung in Bagdad würden die Sanktionen aufgehoben, so dass Irak wieder uneingeschränkt am Welthandel teilnehmen könne.

Fleischer verteidigte die Entscheidung der US-Regierung, einen Krieg gegen Irak und dessen Folgekosten nicht im Haushaltsplan 2004 zu berücksichtigen. Er zog eine historische Parallele zur Invasion der Alliierten 1944 in der Normandie: Damals sei nicht klar gewesen, wie die Zukunft Deutschlands nach dem Ende des Nationalsozialismus aussehen würde. "Es ist derzeit genauso unmöglich wie am Tag der Landung am 6. Juni 1944 zu sagen, was die Zukunft bringt." (APA)

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