Isser Harel 91-jährig gestorben

18. Februar 2003, 21:34
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Mossad-Mitgründer organisierte Eichmann-Entführung

Jerusalem - Isser Harel, einer der bekanntesten Geheimdienst-Leute Israels, ist Medienberichten zufolge im Alter von 91 Jahren gestorben. Der Mitgründer des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad starb laut israelischem Rundfunk am Dienstag in Tel Aviv. Internationale Bekanntheit erlangte Harel 1960, als er nach mehrjähriger Vorbereitung die Entführung des nach Argentinien geflüchteten Nazi-Verantwortlichen Adolf Eichmann koordinierte. Eichmann, einer der Hauptverantwortlichen für die praktische Ausführung des Holocaust, wurde in geheimer Mission aus Buenos Aires nach Israel gebracht, zum Tode verurteilt und 1962 hingerichtet.

Harel wurde 1911 in Russland geboren und zog im Alter von 18 Jahren mit seinen Eltern in das Gebiet des damaligen Palästina. Dort schloss er sich der jüdischen Untergrundorganisation Haganah an, die sowohl die Palästinenser als auch die damalige britische Mandatsmacht mit Gewalt bekämpfte. Von 1952 bis 1963 führte Harel den Mossad. (APA)

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