Uniräte: Kontrollorgan für die hohen Schulen

18. Februar 2003, 20:08
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Aufgaben: Rektorswahl, Genehmigung wesentlicher Entscheidungen

Zu den wichtigsten Aufgaben des Unirates zählt die Rektorswahl - wie auch die Abwahl.

Weiters ist der Rat für die Genehmigung wesentlicher Entscheidungen zuständig. Dazu zählen:

  • Entwicklungsplan:

    Er enthält die mittelfristige strategische Ausrichtung der Uni. Auch die fachliche Schwerpunktsetzung in Forschung, Kunst und Lehre muss vom Rat genehmigt werden. Die strategische Planung umfasst weiters Personal- und Sachmitteleinsatz, Investitionsvorhaben und Finanzierung.

  • Organisationsplan:

    Hier wird der gesamter Aufbau der Uni festgelegt, also etwa, welche Fakultäten, welche Institute es gibt.

  • Leistungsvereinbarungen:

    Darin werden gemeinsam mit dem Ministerium die Ziele, die die Uni erreichen muss, wie auch das Budget festgelegt.

Wie viel Zeit die Arbeit im Rat beansprucht, ist alleinig Sache der Mitglieder. Mittelgroße Unis haben für das erste Jahr vier Arbeitstage pro Monat errechnet. Angenehmes Detail: Die Vergütung für ihre Tätigkeit dürfen sie selbst festsetzen. Der Unirat hat auch Pflichten: So gibt es bei schwer wiegenden Rechtsverstößen von Universitätsangehörigen sowie bei Gefahr eines wirtschaftlichen Schadens Berichtspflicht an das Ministerium.

Dem Unirat nicht angehören dürfen: aktive Politiker oder welche, die es in den letzten fünf Jahren waren, Angehörige der jeweiligen Universität, Mitarbeiter des Bildungsministeriums. (pm/DER STANDARD, Printausgabe, 19.2.2003)

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