Aus Surfern werden Käufer

18. Februar 2003, 19:47
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Fast die Hälfte der Onlinenutzer nutzt Internet auch für Einkäufe - Gekauft werden Bücher mit großem Abstand vor Kleidung, Schuhen und Musik-CDs

Wien - Der Trend zur Nutzung des Internets zum Einkaufen hält an: Ende 2002 waren bereits 46 Prozent der Internetuser auch shoppen im Netz, was fast einem Viertel der österreichischen Gesamtbevölkerung über 14 Jahre entspricht. Gekauft werden Bücher mit großem Abstand vor Kleidung, Schuhen, Musik-CDs und anderen Waren. Auch Onlinebanking erfreut sich weiteren Zuwachses: 22 Prozent der Gesamtbevölkerung - 44 Prozent der Internetbenutzer - wickeln Geschäfte mit ihrer Bank online ab. Das ergab die jüngste Erhebung des Austrian Internet Monitors (AIM) der Marktforscher Integral und Fessel-GfK.

Der Zulauf ist ungebrochen: Ende 2002 verwendete jede zweite Österreicherin und jeder zweite Österreicher über 14 Internet in unterschiedlicher Intensität, was 3,35 Mio. Personen entspricht. Zwei Trends sind beachtlich, wenn auch nicht überraschend: Nur noch eine kleine Minderheit von 13 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 19 sind offline, der Rest "vernetzt". Aber trotz der offenkundigen Internet-Affinität der Jungen beginnen sich auch ältere Personen für das Netz zu erwärmen: Der Anteil der über 50-Jährigen ist weiterhin im Steigen und liegt derzeit bei 21 Prozent. Nach Regionen führt Wien in der Verbreitung (mit 56 Prozent der Bevölkerung über 14); nach Geschlechtern liegen Männer mit 62 Prozent Nutzungsgrad weiterhin vor Frauen (40 Prozent Nutzung). (APA, red, Der Standard, Printausgabe, 19.02.2003)

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