Junge Scheine für alte Bauten

18. Februar 2003, 19:06
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Börsenneuling: Althaussanierer Conwert startet Kapitalerhöhung

Wien - Schutz vor der Unbill der Kapitalmärkte und den Schwächen der Konjunktur kann der Wiener Börsenneuling, der auf die Bundeshauptstadt und auf Brünn spezialisierte Althaussanierer Conwert, gut argumentieren. Hat doch der Wiener Immobilienindex IATX in den vergangenen zwölf Monaten ein Plus von zusammen sechs Prozent erreicht. Die seit November notierte Conwert hat es auf bis jetzt rund 30 Cent (Emissionspreis: elf Euro) gebracht.

Entsprechend positiv gestimmt sind die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien und die Grazer Capital Bank auch, die nun laufende Kapitalerhöhung von 30 auf 50 Mio. Euro unterzubringen. Angeboten werden bis zum sechsten März zwei Mio. Stück zu je 11,26 Euro mit Bezugsrechten von 3:2. Noch heuer könnte laut den Vorständen Günter Kerbler und Johannes Kowar eine zweite Kapitalerhöhung anstehen - ein ungewöhnliches Tempo für ein junges Börsenunternehmen. Dies obwohl etwa Meinl zuletzt mit seiner Immo-Emission einige Schwierigkeiten hatte.

Derzeit halten die rund 75 Prozent Streubesitz zu 60 Prozent Institutionelle. Den Erlös will Conwert sofort wieder investieren, in Verhandlung seien Althausobjekte in den inneren Bezirken Wiens.

Hilfe für den Aktienverkauf holt sich Conwert auch vom Verband der heimischen Immobilientreuhänder (ÖVI): Im Vergleich zum unter mangelnder Mieternachfrage leidenden Wiener Büroimmobilienmarkt befinde sich der Wiener Wohnungsmarkt - dem ÖVI zufolge - in anziehender Mietpreistendenz. (kbau, Der Standard, Printausgabe, 19.02.2003)

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