FPÖ hofft auf Aus für Hochhäuser

18. Februar 2003, 13:16
5 Postings

Strache: Häupl "Mörder der gewachsenen historischen Bauensembles in Wien"?

Heinz-Christian Strache, stellvertretender Landesobmann der Wiener FPÖ, hofft, dass das "sozialistische Mammutprojekt" der Hochhäuser in Wien-Mitte nun doch noch zu Fall gebracht werden könnte. Ein Sieg der Vernunft zeichne sich ab, so Strache am Dienstag in einer Aussendung. Der FP-Politiker bezog sich damit auf Aussagen von Bürgermeister Michael Häupl (S), der die Kritiker des Projekts für einen befürchteten Ausstieg der Investoren verantwortlich gemacht hatte.

Hoffnung auf eine "verträgliche Lösung"

Für Strache besteht nun Hoffnung auf eine "verträgliche Lösung" bei der Bahnhofsüberbauung. Er sieht dies als Erfolg von jahrelangen Forderungen der Wiener FPÖ, unterstützt durch "unerwartete Schützenhilfe" der österreichischen Vertreter von ICOMOS (International Council on Monuments and Sites), des Beratungsgremiums der UNESCO in Denkmalschutz- und Welterbefragen.

"Mörder der gewachsenen historischen Bauensembles in Wien"

Gegen Häupl richtete Strache heftige Attacken: Wenn dieser von den "Mördern des Projekts" philosophiere, so stelle sich naturgemäß auch die Frage, ob sich nicht Häupl und seine sozialistische Rathauspolitik durch Planungsprojekte a la Wien-Mitte schon längst zum "Mörder der gewachsenen historischen Bauensembles in Wien" gemacht habe.

In der Bundeshauptstadt sei nämlich seit einiger Zeit zu bemerken, dass die sensibelsten Zonen der Stadt zu Spielwiesen für Architekten und deren finanzpotente Kundschaft genutzt würden. Bürgerrechte und Anrainerbedenken würden einfach außer Acht gelassen. Das "sozialistische Debakel rund um das Häupl-Denkmal Wien-Mitte" müsse ein erster Schritt sein, diese Stadt wieder demokratischer und architektur-, sowie kulturfreundlicher zu gestalten, meinte Strache. (APA)

Share if you care.