Die dümmsten Sicherheitsmaßnahmen der Welt

19. Februar 2003, 08:48
39 Postings

Menschenrechts- und Konsumentenschützer starten jährliche Verleihung des "Stupid Security Awards"

Die Menschenrechts- und Konsumentenschützer-Organisation Privacy International will den ausufernden Sicherheitsmaßnahmen die weltweit in den letzten zwei Jahren ergriffen wurden, auf ihre Weise den Kampf ansagen. Ab diesem Jahr sollen jährlich die dümmsten Sicherheitsmaßnahmen mit dem Stupid Security Award "ausgezeichnet" werden.

Alles im Namen der Sicherheit

Für Privacy International sind nicht nur die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen größtenteils problematisch, sondern auch der Umgang mit dem Thema Sicherheit generell. Seit rund zwei Jahren lassen sich Menschen die Behandlungen von Leuten gefallen, nur weil diese Uniform und Armbinde tragen und "alles nur aus Gründen der Sicherheit" tun dürfen, so Vertreter von Privacy International. Einige Schritte, die heute unter dem Deckmantel "Sicherheit für alle" laufen, waren vor einigen Jahren noch undenkbar und wäre laut Meinung der Menschrechts-Aktivisten niemals von der Bevölkerung akzeptiert worden.

Vorschläge per Mail erwünscht

Noch bis 15. Mai können die Vorschläge für die "dümmste und nutzloseste Sicherheitsmaßnahme" per Mail an Privacy International gesendet werden. Die Preisträger werden dann auf der 13. Computers, Freedom & Privacy Conference am 3. April in New York City bekannt gegeben. Die bislang eingegangenen Vorschläge reichen vom Nachtklub in Berlin, der von seinen Gästen die Adressen verlangt wenn sie in den Klub wollen, über das Schuheausziehen an Flughäfen, bis hin zu Ausweisen, die von einem Volksschüler gefälscht werden können und seinem Träger das Betreten der gesicherten Räumlichkeiten erst recht nicht ermöglicht.(gk)

  • Bild: Die beiden Helden aus "Dumm und Dümmer" mischen allerdings bei den "Stupid Security Awards" nicht mit.

    Bild: Die beiden Helden aus "Dumm und Dümmer" mischen allerdings bei den "Stupid Security Awards" nicht mit.

Share if you care.