Lottogewinner am Lido des Luxus

18. Februar 2003, 17:26
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Im Dreifachjackpot liegen 6,5 Millionen Euro - "Peanuts" im Vergleich zu Superreichen

Wien - Schon ernüchternd. Auch wenn es jemandem gelingen sollte, am Mittwoch den Lotto-Dreifachjackpot zu knacken, auch wenn nach zwei haupttrefferlosen Runden jemand die erwarteten 6,5 Millionen Euro ganz allein einsacken sollte - den Sprung in die ganz obersten oberen Zehntausend bedeutet das noch lange nicht.

"Peanuts", könnte es etwa Warren E. Buffet (71), seines Zeichen legendärer US-Investor, entfahren. Sein Vermögen wird laut Forbes auf umgerechnet 33 Milliarden Euro geschätzt. Und der ist gar nichts gegen Mister Microsoft, den mit 50 Milliarden Euro reichsten William Gates der Welt.

Vierfach-Jackpot winkt

Mit derartigem Startkapital wäre es ein Leichtes, einen sicheren Sechser zu tippen, es gibt nämlich nur 8,145.060 verschiedene Möglichkeiten. Der Haken: Schon ein zweiter Glückspilz halbiert den Gewinn. Pech!

Der bisherige Lottorekord mit 6,6 Millionen Euro stammt aus 2002. Was der Sologewinner aus dem Burgenland mit dem Geld machte, blieb der breiten Öffentlichkeit verborgen. Möglicherweise lebt er längst auf einer eigenen Insel. Das philippinische Eiland Puerco beispielsweise ist um eine schlappe Million Dollar (926.526 Euro) zu haben. Lieber ein Mietobjekt? Auch kein Problem: Guana Island, mit dreieinhalb Quadratkilometern ein überschaubarer Teil der Britischen Jungferninseln, kostet 14.000 Euro - pro Tag und exklusive Steuern.

Sollte auch diesmal niemand sechs Richtige tippen, gäbe es den ersten vierfachen Jackpot. Was aber recht unwahrscheinlich ist, weil schon beim Dreifachen üblicherweise 90 Prozent aller Kombinationen getippt werden. (simo/DER STANDARD, Printausgabe, 18.2.2003)

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