Panoramalift auf dem Mönchsberg

17. Februar 2003, 18:54
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Breite Zustimmung für mutigen Entwurf in Salzburger Altstadt - Nur die Salzburger FPÖ stößt sich am Entwurf von Delugan-Meissl

Salzburg - Das hat in Salzburgs Altstadt Seltenheitswert: Der mutige Entwurf eines Architektenteams wird von einer Jury im Rahmen eines Wettbewerbes zum Siegerprojekt gekürt - aber der erwartete Sturm der Entrüstung bleibt aus. Im Gegenteil: Von der ablehnenden Haltung der Freiheitlichen einmal abgesehen stößt das Vorhaben auf breite Zustimmung. Dem Wiener Büro Delugan-Meissl ist dieses Kunststück mit dem Entwurf eines Panoramaliftes auf den Mönchsberg gelungen.

Der Plan von Delugan-Meissl ist eine 55 Meter hohe Stahlkonstruktion mit einem leichten Knick. An dieser Konstruktion soll eine Glaskabine rund zwanzig Personen zum Eingang des Museums der Moderne auf dem Mönchsberg transportieren. Während der Fahrt soll man den Blick über das Weltkulturerbe Salzburg genießen können.

Vor hundert Jahren bereits ein Lift

Einen Panoramalift auf den Mönchsberg gab es bereits von 1890 bis 1948. In den 80er-Jahren sollte ein neuer Lift nach den Plänen des Portugiesen Alvaro Siza gebaut werden. Das Vorhaben scheiterte am Widerstand, der von der ÖVP bis zum Bürgerlistengründer Herbert Fux reichte.

Am aktuellen Projekt finden hingegen viele Gefallen, VP-Landeshauptmann Franz Schausberger ebenso wie Salzburgs Stadt-Grüne. Die FP steht mit ihrer Polemik gegen die "Bauschuttrutsche" ziemlich alleine da.

Offen ist derzeit noch die Finanzierung des auf 1,9 Millionen Euro geschätzten Aufzuges. Bauherr ist der Energiekonzern Salzburg AG. Dort wird derzeit die Machbar- und Wirtschaftlichkeit untersucht. Das Land als Bauherr des Museums am Mönchsberg soll sich an der Investition beteiligen, meint man bei der Salzburg AG. (neu/DER STANDARD, Printausgabe, 17.2.2003)

  • (Zum Vergrößern)Der Sieger-Entwurf: Ein Panoramalift soll an der 55 Meter hohen, leicht geknickten Stahl-Konstruktin auf den Mönchsberg schweben. Nur die FPÖ stößt sich am Entwurf des Wiener Architektenbüros Delugan-Meissl.
    abbildung: delugan/meissl

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    Der Sieger-Entwurf: Ein Panoramalift soll an der 55 Meter hohen, leicht geknickten Stahl-Konstruktin auf den Mönchsberg schweben. Nur die FPÖ stößt sich am Entwurf des Wiener Architektenbüros Delugan-Meissl.

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