ARD will weniger Spielfilme kaufen

17. Februar 2003, 15:59
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Aber mehr in Eigenproduktionen investieren - Keine Fortsetzung für ORF-Koproduktion "Liebe, Lügen, Leidenschaften"

Die ARD wird künftig weniger Geld für Spielfilmlizenzen ausgeben, dafür aber mehr in Auftragsproduktionen investieren. "Wir müssen uns aus finanziellen Gründen wie andere auch strecken, müssen daher bei Spielfilmen sparen, aber nicht bei eigenproduzierten Filmen", sagte der Geschäftsführer der ARD-Einkaufsfirma Degeto, Hans-Wolfgang Jurgan, am Montag in Hamburg. In diesem Jahr wird die Degeto wie schon 2002 rund 40 Auftragsproduktionen im Wert von rund 60 Millionen Euro ausstrahlen.

Aus für "Liebe, Lügen, Leidenschaften"

Schluss ist nach Jurgans Worten mit der Reihe "Liebe, Lügen, Leidenschaften", eine Koproduktion des ORF, was auch der ORF am Montag bestätigte. Es sei ein Fehler gewesen, den Dreiteiler im Jänner dieses Jahres, erst ein Jahr nach dem ersten Dreiteiler zu bringen, sagte Jurgan. So hätten die Zuschauer nicht den Anschluss halten und die Reihe inhaltlich verfolgen können.

Zu den herausragenden Produktionen des ARD-Jahres gehören ein Zweiteiler über Soraya, die zweite Ehefrau des Schahs von Persien sowie der Zweiteiler "Angelique". Die Reihe "Pfarrer Braun" mit dem schwergewichtigen Publikumsliebling Ottfried Fischer wird übrigens zeitgleich auch im ORF zu sehen sein, hieß es am Montag. (APA/dpa)

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