New York: Theaterwelt marschierte gegen Krieg

17. Februar 2003, 13:56
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New York Citys Theatergemeinschaft formierten sich zum Protest

New York - Auch New York Citys Theatergemeinschaft hat gegen einen möglichen Krieg im Irak mobilisiert. Unter dem Titel "Theaters against War (THAW)" haben sich Theatergruppen in New York zusammengefunden, um den Protest der Bühnen zu organisieren. THAW war eine der Organisationen, die sich am Samstag zu einem Sternmarsch eingefunden haben, um gemeinsam zur Großkundgebung zu ziehen.

Die von "United for Peace and Justice" organisierte Kundgebung war in New York auf einigen Widerstand gestoßen. Offiziell hatten die Veranstalter keine Erlaubnis bekommen, auf den Straßen zu marschieren. Nur eine Versammlung auf der 49. Straße zwischen First und Second Avenue war zugesagt geworden. Daraufhin beschlossen verschiedenste Organisationen, friedlich auf den Gehsteigen gemeinsam zu dem Versammlungspunkt zu ziehen.

Der "Performing Arts March" startete friedlich und zeitgerecht kurz vor 11 Uhr Ortszeit, und ein paar hundert Teilnehmer zogen nach Osten, um zur Kundgebung auf der First Avenue zu gelangen. Auf der Fifth Avenue verdoppelte sich der Zug der Leute, als andere Gruppen vom Süden und Norden Manhattans dazustießen. Mehr und mehr Menschen strömten über die 59. Straße nach Osten. Plötzlich weitete sich der Zug auf die Straße aus und begann zwischen den langsam vorbeifahrenden Autos "Wessen Straßen? Unsere Straßen!" zu rufen, um auf das Recht auf Protest aufmerksam zu machen. Die Polizisten mussten schließlich teilweise Barrikaden öffnen, um dem Andrang stattzugeben.

Die Organisatoren des Marsches sprachen am Nachmittag von mehr als 700.000 Teilnehmern, die Protestaktionen in New York sollen auf jeden Fall weiter gehen. THAW plant für den 2. März eine stadtweite Aktion, in der teilnehmende Theater öffentliche Stellungnahmen gegen den Krieg organisieren. (APA)

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    Plakat auf der Demonstration in New York am 15.2.2003.

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