Israel will 20.000 äthiopische Juden einbürgern

16. Februar 2003, 14:06
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Die "Falaschen" leben unter gefährlichen Lebensumständen

Jerusalem - Die israelische Regierung hat am Sonntag beschlossen, 20.000 äthiopischen Juden die Einwanderung nach Israel zu ermöglichen. Israelische Medien berichteten, das Kabinett habe einen Plan des Innenministers Eli Yishai gebilligt, der die schwarzen Juden "sofort" von Äthiopien nach Israel bringen will. Er begründet dies mit den schwierigen und teils gefährlichen Lebensumständen der "Falaschen" in Äthiopien.

Viele von ihnen warten seit langem in Auffanglagern in Addis Abeba und der nördlichen Provinz-Hauptstadt Gondar darauf, ins Gelobte Land gebracht zu werden. Zuletzt waren im Sommer 1991 etwa 15.000 äthiopische Juden unter freudiger Anteilnahme der israelischen Bevölkerung im Rahmen der "Operation Salomon" innerhalb weniger Stunden nach Israel geflogen worden.

Israel gesteht allen Menschen jüdischen Glaubens und/oder jüdischer Abstammung Wohnrecht und Staatsbürgerschaft in Israel zu. Religiöse Vertreter hatten jedoch das Judentum zahlreicher "Falaschen" angezweifelt. In den letzten Jahren waren nur einigen von ihnen die Einwanderung genehmigt worden. Angehörige äthiopischer Juden hatten in den vergangen Jahren häufig für eine Familienzusammenführung mit ihren in Äthiopien zurückgebliebenen Verwandten demonstriert. (APA/dpa)

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