Belgrad fordert Rückkehrmöglichkeit für Vertriebene aus dem Kosovo

16. Februar 2003, 14:57
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230.000 Flüchtlinge - Kritik an UN-Verwaltung

Belgrad - Der Belgrader Regierungsbeauftragte Nebojsa Covic hat einen Dialog über die Rückkehr von 230.000 Vertriebenen in das Kosovo gefordert. Der UN-Verwalter des Kosovo, Michael Steiner, habe keine Erfolge vorzuweisen und betreibe nur gutes Marketing, zitierte die Nachrichtenagentur Beta am Sonntag Covic.

"Steiner erklärt jedes Jahr zum Jahr der Rückkehr der Vertriebenen, aber die Rückkehr gibt es nicht. Es ist die Rede davon, Sicherheit und Bewegungsfreiheit herzustellen. Dies sind aber verlogene und ungenaue Berichte, die nach New York gehen", sagte Covic, der auch stellvertretender serbischer Ministerpräsident ist.

Das Kosovo steht seit 1999 unter UN-Verwaltung, nachdem die NATO serbische Truppenverbände mit einem Krieg gegen Jugoslawien zum Abzug gezwungen hatte. Die im Kosovo stationierte Friedenstruppe KFOR wurde in mehreren Schritten verkleinert. Belgrader Politiker fordern die Rückkehr eigener Sicherheitskräfte in die mehrheitlich von Albanern bewohnte Provinz. (APA/dpa)

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