Fischer wirft Schüssel mangelnden "Respekt vor dem Wählerwillen" vor

16. Februar 2003, 09:16
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Die ÖVP habe 42 Prozent der Stimmen bekommen, "aber sie agiert, als ob sie 84 Prozent bekommen hätte", so der stellvertretende SPÖ-Chef und Zweite Nationalratspräsident

Wien - Der stellvertretende SPÖ-Chef und Zweite Nationalratspräsident Heinz Fischer wirft ÖVP-Chef Bundeskanzler Wolfgang Schüssel nach dem Scheitern der schwarz-grünen Regierungsverhandlungen mangelnden "Respekt vor dem Wählerwillen" vor. Die ÖVP habe 42 Prozent der Stimmen bekommen, "aber sie agiert, als ob sie 84 Prozent bekommen hätte". Und weiter in einer ersten Reaktion: "Daher steht Bundeskanzler Wolfgang Schüssel 84 Tage nach der Wahl und 82 Tage, nachdem er den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen hat, mit leeren Händen da."

Fischer betonte, dass gleichzeitig die Probleme des Landes - von der steigenden Arbeitslosigkeit bis hin zur ungelösten Transitfrage - immer größer würden. "Es muss daher als Gebot der Stunde bezeichnet werden, dass Österreich so rasch wie möglich eine stabile Regierung erhält, deren Programm dem Wählerwillen entspricht." (APA)

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    Heinz Fischer: Schüssel steht mit leeren Händen da

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