Mutmaßlicher Millionenbetrüger in Argentinien in Haft

15. Februar 2003, 17:19
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Gefasst wurde er ein Jahrzehnt nach Finanzaffäre um 207 Millionen Schilling

Wien - Niederösterreichische Kriminalisten freuen sich: Mit dem Österreicher Mag. Erich K. (46) ist in Resistencia in Nordargentinien ein Mann in Haft gekommen sein, der vor rund zehn Jahren 245 Anleger, Banken und andere Gläubiger um damals 207 Millionen Schilling gebracht haben soll. Dies berichtet der "Kurier" in seiner Sonntagsausgabe.

K. steht unter Verdacht, 1993 sieben Ärzte in Betrugsabsicht zu hohen Geldanlagen in Zusammenhang mit einem Bauprojekt verleitet zu haben. Das soll über fingierte Firmen geschehen sein. Die Affäre spielte sich hauptsächlich im Raum Baden bei Wien ab.

Der Mann hätte dann auch noch im Lotto einen Sechser gewonnen und sei schließlich 1997 verschwunden. Die Interpol fahndete nach ihm. Die Spur hatte zunächst in die USA, dann nach Paraguay und Uruguay geführt, bis sie sich zunächst verlaufen hatte. Erst am Freitag hätte die örtliche Polizei in der Stadt rund 1.000 Kilometer nördlich von Buenos Aires in Zusammenarbeit mit der Wiener Interpol die Festnahme vorgenommen. Der Mann befindet sich in Auslieferungshaft. (APA)

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