"Ich liebe Goldmedaillen"

15. Februar 2003, 16:50
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Nach dem Olympia-Triumphzug ist Kostelic nun auch die WM-Königin von St. Moritz

St. Moritz - Nach den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City hat Janica Kostelic nun auch den alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2003 in St. Moritz ihren Stempel aufgedrückt. Den drei Goldmedaillen (Slalom, Kombination, Riesentorlauf) und der einen Silbermedaille (Super-G) in Übersee ließ die Kroatin auf europäischem Boden weitere zwei Mal Gold (Kombination, Slalom) folgen. "Ich liebe Goldmedaillen", jubelte die 21-Jährige "Königin" über ihre stolze Sammlung.

St. Anton vergessen gemacht

Kostelic hat am Samstag die völlig verpatzen Weltmeisterschaften 2001 in St. Anton vergessen gemacht und gleichzeitig auch einige Sympathien zurück gewonnen. Denn einerseits wischte Kostelic das Gerücht vom Tisch, dass eine WM für sie von geringer Bedeutung wäre, und andererseits zeigte sie im Gegensatz zu ihrer Kombi-"Feier" diesmal auch positive Emotionen.

Offensichtlich zu Herzen gegangen sind Kostelic die Vorwürfe einiger Kolleginnen, dass die Wehwehchen in Knie (Kreuzband) und Schulter (Bluterguss und Prellung) nur reine Show gewesen wären. "Das ist nicht nett, denn ich habe große Schmerzen", lautete der Kommentar des weiblichen WM-Superstars. Dass Janica wirklich leidet, zeigt allein die Tatsache, dass sie den Weltcup in der Sierra Nevada am kommenden Wochenende mit zwei Abfahrten auslassen wird.

"Weltcup ordentlich beenden"

Das soll aber keinesfalls das Ende der Saison für die überlegene Weltcup-Leaderin bedeuten. "Den Weltcup möchte ich ordentlich beenden, ich steige sicher nicht bis zum Saisonende aus", stellte Kostelic genauso klar, wie ihre Ansicht der Bedeutung einer WM: "Ich hab nie gesagt, dass ich eine WM-Medaille nicht will. Selbstverständlich will ich sie. Für mich hat aber der Gewinn des Gesamt-Weltcups höhere Bedeutung."

Einen WM-"Einsatz" hat Kostelic aber noch vor sich, denn am Sonntag geht Bruder Ivica ebenfalls als heißer Goldtipp in den Herren-Slalom. "Wenn er fährt, bin ich nervöser als bei meinen eigenen Rennen", so Janica, die beim Anfeuern ihres Bruders im Zielraum von tausenden Kroaten unterstützt werden wird. (APA)

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    Die WM-Königin von St. Moritz: Janica Kostelic

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