Kopfgeld für Salman Rushdie erhöht

15. Februar 2003, 14:58
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Iranische Revolutionswächter erneuern Fatwa: "Khomeinis Urteil kann nicht widerrufen werden"

Teheran - Die radikal-islamischen "Revolutionswächter" im Iran haben das vor 14 Jahren gegen den britisch-indischen Schriftsteller Salman Rushdie verhängte Todesurteil erneuert. Ihm wird weiterhin vorgeworfen, in seinen "Satanischen Versen" den Islam beleidigt zu haben. Das noch von Revolutionsführer Ayatollah Ruhollah Khomeini verhängte religiös motivierte Todesurteil, die Fatwa, könne nicht widerufen werden, hieß es in einer am Freitagabend von der iranischen Nachrichtenagentur IRNA verbreiteten Meldung.

Das Kopfgeld für die Ermordung Rushdies wurde von 2,8 auf drei Millionen Dollar erhöht, wie der Leiter der halbstaatlichen Khordad-Stiftung, Ayatollah Hassan Saneii mitteilte. Die Erneuerung des Todesurteils wurde von radikal-islamischen Presse im Iran auf den Titelseiten groß gewürdigt, liberale Blätter ignorierten sie. (APA/AP)

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    Drei Millionen Dollar wollen sich die religiösen Fundamentalisten den Tod des verhassten Schriftstellers kosten lassen

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