Influenza-Welle kommt ins Rollen

15. Februar 2003, 13:55
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Virologen haben Erreger in mehr Proben nachgewiesen

Wien - Laut den Experten vom Institut für Virologie der Universität Wien dürfte die diesjährige Influenza-Welle derzeit so richtig ins Rollen kommen: "Epidemiologische Situation in Österreich: Weitere Zunahme von Influenza A Virusinfektionen. Alle bis her typisierten Isolate sind dem im Impfstoff enthaltenen H3N2 Stamm Panama/2007/99 sehr ähnlich", hieß am Samstag in einer Aussendung des "Diagnostischen Influenza Netzwerkes Österreich".

Die Informationen stammten aus den Untersuchungen der Experten in den Tagen von 10. bis 24. Feburar. Dabei hatten die Fachleute um Univ.-Prof. Dr. Franz X. Heinz Influenza A-Viren in 31 Proben (Wien:13, NÖ:11, OÖ:1, Stmk :5, T:1) sowie in zwei Fällen Influenza B-Erreger (Wien, Stmk) registriert. In der vorgangegangenen Woche waren es in 19 Fällen zu dem Virusnachweis gekommen.

12.600 Neuerkrankungen registriert

Nach wie vor ausgedehnte Ausbrüche der echten Virus-Grippe gibt es in Finnland, lokale bzw. regionale Ausbrüche in Spanien, Frankreich, Deutschland, Polen, Tschechien, Italien und in der Schweiz. In der vorletzten Woche waren in Wien von der MA 15 im Rahmen des Grippemeldesystems 12.600 Neuerkrankungen an Influenza und banalen grippalen Infekten geschätzt worden. Damit war der Pegel für eine Krankheitswelle überschritten worden. In der Krankenstandsstatistik der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) hatte sich das aber offenbar noch nicht ausgewirkt.

Die Experten raten weiterhin zur Impfung. Diskussionen gab es in den vergangenen Tagen auch um ein Medikament (Oseltamivir), das bei frühzeitiger Einnahme die Krankheitsdauer bei der Influenza verringern kann. Ein Ersatz für die Immunisierung ist das nicht. Das Arzneimittel wird derzeit nur ein Einzelfällen von den Krankenkassen bezahlt. (APA)

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