Letzte Ariane 4 bringt Satelliten in den Weltraum

15. Februar 2003, 11:21
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Erfolgreicher Start nach dreimonatiger Verschiebung

Zum letzten Mal ist am Samstag eine europäische Trägerrakete des Typs Ariane-4 gestartet. Nach dreimaliger Startverschiebung wegen schlechter Wetterbedingungen in den vergangenen Tagen hob die Rakete erfolgreich ab. Etwa 20 Minuten nach dem Start vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana wurde der Satellit Intelsat 907 ausgesetzt, teilte das Betreiberunternehmen Arianespace am Samstag in Evry bei Paris mit. Auf seiner geostationären Umlaufbahn 36.000 Kilometer über dem Äquator soll der beim Start 4,7 Tonnen schwere Satellit 13 Jahre lang Internet- und Telefonverbindung sicherstellen.

Ariane 5 in den Startlöchern

Als Nachfolger der Ariane 4 wird seit 1997 bereits schrittweise die Ariane-5-Trägerrakete eingesetzt. Das Programm der leistungsstarken Ariane-5-Plus-Rakete ist nach dem spektakulären Fehlschlag des Jungfernfluges im Dezember 2002 aber vorläufig gestoppt. Die Trägerrakete mit einer Nutzlast von zehn Tonnen war am 11. Dezember 2002 kurz nach dem Start möglicherweise wegen eines Triebwerkschadens außer Kontrolle geraten und musste gesprengt werden.

Zwei Telekommunikationssatelliten verloren

Zwei Telekommunikationssatelliten gingen dabei verloren. An der genauen Untersuchung der Panne wird mit Hochdruck gearbeitet. Das Ariane-Desaster hat die europäische Raumfahrt in eine Krise gestürzt. Die eine Milliarde Euro teure europäische Kometen-Mission "Rosetta" kann jetzt frühestens mit einem Jahr Verspätung starten und muss einen anderen Kometen ansteuern. Zusätzlich belastet der Absturz der US-Raumfähre "Columbia".

Die Ariane-4, die maximal 4,8 Tonnen Nutzlast befördern kann, hat seit ihrem ersten Flug vor über 14 Jahren bei insgesamt 77 Starts nur drei Fehlschläge erlitten.(APA/dpa)

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