Die KULTURSCHAU

14. Februar 2003, 20:53
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US-Regisseure als Berlinale-Favoriten - "Nestroy-Gala": Objektivität verletzt Wien - Kulturpolitischer Glückskuchen Wien

Berlin - Gerührt über die Auszeichnung für ihr Lebenswerk zeigte sich am Donnerstagabend die französische Schauspielerin Anouk Aimée, die aus den Händen von Berlinale-Leiter Dieter Kosslick einen Ehren-Bären entgegennahm. Wer die Hauptpreise der 53. Internationalen Filmfestspiele, einen Goldenen und sechs Silberne Bären, erhält, wird die siebenköpfige Jury unter Vorsitz von Regisseur Atom Egoyan am Samstagabend verkünden. Als Favoriten werden unter anderem Stephen Daldrys The Hours und Spike Lees 25th Hour gehandelt. (red)


"Nestroy-Gala": Objektivität verletzt Wien

- Der ORF hat mit der Übertragung der Nestroy-Gala im Oktober 2002 gegen das ORF-Gesetz verstoßen, da er sich von Aussagen im Rahmen dieser Veranstaltung nicht distanzierte. Zu diesem Erkenntnis kam der Bundeskommunikationssenat (BKS), Rechtsaufsichtsbehörde über den ORF. Anlass der Beschwerde von Anwalt Rudolf Gürtler: Laut Senat "einseitige politische Äußerungen in Wahlkampfzeiten" von Andrea Eckert und André Heller. Der ORF prüft eine Beschwerde bei den Höchstgerichten. Er habe auf Veranstaltungen dritter keinen Einfluss. (APA)


Kulturpolitischer Glückskuchen Wien

- Die Kulturpolitische Kommission, eine Plattform der Interessensvertretungen im Kulturbereich unter der Leitung von Gerhard Ruiss, übermittelte den Verhandlungsteams von VP und Grüne ein kulturpolitisches Kuchenrezept, das einem Forderungspaket gleichkommt. Es besteht aus einer Künstlersozialversicherung, die den Namen verdiene, einer Urheberrechtsnovelle (in bester Qualität von den IGs der Betroffenen abgemischt), einer Prise künstlerfreundlicher Steuerreform, einer Unterzeichnung der Konvention für kulturelle Vielfalt, mehreren Reformen im Medienbereich (z. B. Novellierung des Presseförderungsgesetzes) und einer Anhebung des Kunstbudgets um 60 Millionen Euro (wofür die Grünen vor der Wahl eingetreten waren). Diese feine Rezeptur sei in ein frei stehendes Ministerium unterzuheben. (trenk)
(DER STANDARD; Printausgabe, 15.02.2003)

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