Asian Dub Foundation: "Enemy of the Enemy"

  • Asian Dub Foundation: "Enemy of the Enemy" (EMI/Virgin 2003)
    coverfoto: emi/virgin

    Asian Dub Foundation: "Enemy of the Enemy" (EMI/Virgin 2003)

Soundpolitisierung in Reinkultur vom britisch-asiatischen Kollektiv

Asian Dub Foundation: Das ist Soundpolitisierung in Reinkultur. Seit 1993 postuliert das in London formierte britisch-asiatische Kollektiv politische Statements eingebettet in rockige Drum-Patterns.

Soziales Engagement und tanzbare Tracks, die bei "Enemy of the Enemy" - mittlerweile das vierte Album (in neuer Bandkonstellation) - manchmal vielleicht etwas zu sehr auf die derzeit hypen "Asia-Klänge" setzen.
Aber dies ist Nebensache; "Enemy of the Enemy" manifestiert sich als fixer (musikalischer/textueller) Bestandteil der Anti-Globalisierungs-, Anti-Kriegs- und Anti-Rassismus-Bewegung; als energetischer Antriebsmotor.

Widerstand, organisieren, informieren - das ist die Essenz. Ein Wachrüttelungsprozess der mit dem globalisierungskritischen "Fortress Europe" eingeleitet wird und mit der Auseinandersetzung der paranoiden "Aufarbeitsungsversuche" seit den Ereignissen am 11. September in "Blowback" und "Enemy of the Enemy" den Kreis schließt.

"So brown-skinned people beware; whatever your religion or allegiance we reserve the right to kick you off the plane."
Ein Extraplus gilt "1000 Mirrors", der Abhandlung von häuslicher Gewalt gegen Frauen, vorgetragen von einer zerbrechlichen und gebrochenen Sinead O'Connor. (p)

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ADF
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